Kleine Auszeit für die Seele schenken Freies Singen in der Psychiatrie

Dass Singen Glückshormone freisetzt und das Wohlbefinden fördert, gilt heute fast als Binsenweisheit. Was liegt da näher, als psychisch kranken Menschen regelmäßig diese Gelegenheit zu geben? In der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Kaiserswerther Diakonie gibt es diese Möglichkeit als spendenfinanziertes Zusatzangebot.

Singen unter professioneller Anleitung

Einmal in der Woche werden Patient:innen, Angehörige, Ehemalige und Mitarbeiter:innen zum freien Singen eingeladen. Im freundlich-hellen Aufenthaltsraum von Haus Johannisberg ist dann ein großer Stuhlhalbkreis um das Klavier aufgebaut, darauf liegt ein dicker Stapel Noten und davor steht lächelnd Catharina Jungkind. Sie ist ausgebildete Opernsängerin, freiberufliche Musiklehrerin und leitet die Singstunde seit vielen Jahren mit einer perfekten Mischung aus freundlicher Ruhe und motivierender Fröhlichkeit. Sie liebe diese Tätigkeit, sagt sie, weil sie die positive Wirkung direkt auf den Gesichtern der Teilnehmer:innen ablesen könne. Mit jedem Lied würden sie entspannter.

Auszeit vom Klinikalltag

Die Singstunde ist keine Therapie und daher kein Muss. Wer hierher kommt, tut das freiwillig und hofft einfach auf eine kurze, wohltuende Auszeit im Klinikalltag: für einige Momente den Kopf von allen Problemen frei bekommen und an nichts anderes als an die Melodie denken. Genau so sei es auch gedacht, sagt Oberärztin Eva Wunderlich. Das Singen befreie die Patienten von jeglichem Leistungsstress: „Sie müssen weder sich noch anderen etwas beweisen. Es geht nur um die Freude an der Sache.“ Und das sei die beste Voraussetzung, um Selbstheilungskräfte zu aktivieren und positive Kontakte zu anderen Menschen zu entwickeln. Wer singt, ist selbst aktiv, entdeckt vielleicht verschüttete Ressourcen neu und lässt seine Krankheit eine kurze Zeit einfach vor der Tür stehen. Eine wertvolle Erfahrung, die neue Kräfte wecken kann.

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Christine Taylor

Leitung Fundraising
Geschäftsführerin der Förderstiftung

Weitere Spendenprojekte

Sport in der Psychiatrie

Wer etwas für seine Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden tun will, sollte sich bewegen. Das gilt auch für Menschen mit psychischen Problemen. Für sie ist es zusätzlich eine Möglichkeit, aktiv an der Heilung mitzuarbeiten. Ein wichtiger Schritt, um wieder mehr Selbstsicherheit zu gewinnen.


Reittherapie

Bürsten, Streicheln, rücklings auf dem Pferderücken liegen - was so spielerisch wirkt, hat einen wissenschaftlich belegten Effekt: Im Kontakt zum Pferd findet der Mensch Ansprache auf allen Ebenen. Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen und Bedürfnissen hilft die vorurteilsfreie Begegnung zwischen Mensch und Tier bei der Reittherapie.


Wohngruppe für Jugendliche

Zuhause – diesen Begriff verbinden die meisten Menschen mit einem Gefühl von Geborgenheit, Vertrauen und Sicherheit. Doch das gilt leider nicht für alle. Es gibt Kinder und Jugendliche, für die ist das Zuhause ein unsicherer Ort, einer, an dem Willkür herrscht und an dem sie auf alles gefasst sein müssen. Je nachdem, wie die momentane Situation gerade ist, reicht die Palette von relativer Normalität über trügerische Ruhe bis zu Gewaltausbrüchen.


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