Die heilsame Begegnung zwischen Mensch und Tier fördern Pferdegestütze Therapie auf dem Knab’schen Hof

Leonie* ist voll bei der Sache. Sie bereitet Nimo für die Reitstunde vor, striegelt ihn, entfernt Stroh aus seinem Schweif, holt Pferdedecke und Halfter und setzt ihren Helm auf. Von ihr aus kann’s losgehen. Was für die Vierjährige irgendetwas zwischen Spiel und Sport ist, ist eigentlich Therapie. Dass sie das nicht als solche wahrnimmt, erleichtert dadurch den Zugang der Therapeutin zu ihrer kleinen Klientin.

Ansprache auf allen Ebenen

Bürsten, streicheln, rücklings auf dem Pferderücken liegen - was so spielerisch wirkt, hat einen wissenschaftlich belegten Effekt: Im Kontakt zum Pferd findet der Mensch Ansprache auf allen Ebenen – körperlich durch die Bewegung beim Reiten, sozial und geistig durch die nonverbale Kommunikation wie Streicheln und Tasten und emotional durch die vorurteilsfreie Begegnung zwischen Mensch und Tier. 

Erst vor Kurzem, so Reit- und Ergotherapeutin Anja Gottschling, habe sie erlebt, dass ein junger Mann mit Autismus es zulassen konnte, dass ein Pferd ihn beschnuppert und sogar mit der Schnauze angestupst habe. Eine absolut sensationelle Begegnung zwischen einem Tier und einem Menschen, der sonst jede Nähe als Bedrängnis oder gar Bedrohung empfinde.

Anja Gottschling, ausgebildete Ergo- und Reittherapeutin

Auch emotional wird der Mensch bei der Reittherapie angesprochen, durch die vorurteilsfreie Begegnung zwischen Mensch und Tier, dem es egal ist, ob sein Gegenüber eine Behinderung hat oder nicht.“

Anja Gottschling, ausgebildete Ergo- und Reittherapeutin

Gleichgewicht für Körper und Seele

Die pferdegestützte Therapie und Pädagogik auf dem Knab’schen Hof steht Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen und Bedürfnissen offen, wie zum Beispiel bei Autismus, Spastik, Depressionen oder anderen psychischen Krankheiten. Bei körperlichen Handicaps sind die Schulung des Gleichgewichts, die Verbesserung von Stütz- und Haltemotorik sowie Kraft- und Ausdauertraining das Ziel.

Mindestens genauso wichtig  aber sind die emotionalen und sozialen Aspekte bei der Pferdearbeit: Der Kontakt mit dem warmen Fell und den weichen Nüstern fördert die seelische Ausgeglichenheit. Wenn das Tier auf Lockrufe hört oder einer Anweisung folgt, stärken solche Erfolgserlebnisse das Selbstvertrauen. Und: Pferde unterscheiden nicht zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Sie akzeptieren jeden so, wie er ist, und das wiederum spürt ihr Gegenüber. Ängste und Aggressionen werden abgebaut, der Grundstein für neues Vertrauen ist gelegt.

Ihre Spende für die Reittherapie Helfen Sie, Menschen mit Behinderung körperlich und emotional zu fördern

Regendecke für Pferde

Mit 35 Euro ermöglichen Sie die Anschaffung von Regendecken für die Pferde.

Pferdefutter

Mit 100 Euro finanzieren Sie den Kauf von Heu und Futterergänzungsmittel für die Pferde.

Therapiesattel

Mit 150 Euro ermöglichen Sie die Anschaffung eines speziellen Therapiesattels.


Sie können Ihren Wunschbetrag auch direkt eingeben. Hier geht es zum Spendenformular.

Überschüssige Spendenerträge werden in anderen Hilfsprojekten der Einrichtungen der Kaiserswerther Diakonie eingesetzt.

Leonies* Erfolgsgeschichte

Leonie hat alle Aufgaben bravourös gemeistert und darf zum Schluss die „Rutsche“ über den Pferdepopo nehmen. „Sie ist schon stolz, wenn die Reitlehrerin sie lobt“, sagt ihre Mutter.

* Name zum Schutz geändert

Download: Projektbeschreibung Reittherapie (251 KB PDF)

Wie wir arbeiten: 

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