2. Preis 2020 Die spitalübergreifende Pflegesprechstunde Lebertransplantation

Das Projekt

Die spitalübergreifende Pflegesprechstunde Lebertransplantation

Sonja Beckmann vom Universitätsspital Zürich und Patrizia Künzler-Heule vom Kantonsspital St. Gallen erhalten für ihr Projekt „Die spitalübergreifende Pflegesprechstunde Lebertransplantation“ einen zweiten Preis, der mit 2.500 Euro dotiert ist. Das Projekt zeichnet unter anderem aus, dass die Advanced Practice Nurse (APN) bereits vor der Entscheidung zu einer Lebertransplantation involviert ist und die Patient:innen mit einer schweren Lebererkrankung sektor- und institutionsübergreifend begleitet und die Betroffenen im Selbstmanagement unterstützt. In der Evaluation des Projekts wird diese kontinuierliche Betreuung von den Patient:innen sehr positiv wahrgenommen und die individuelle und bedarfsorientierte Beratung sehr geschätzt.

Die Jury-Begründung

Die Pflegesprechstunde ist bereits seit 2014 fest in der Versorgung etabliert und sicherlich für diesen Zeitpunkt ein sehr innovativer Ansatz in der Patientenversorgung. Die enge Verzahnung zwischen dem Kantonspital St. Gallen und dem Unispital Zürich durch APNs orientiert sich an dem Patientenpfad. Das Besondere dabei ist, dass die APN bereits vor der Entscheidung zu einer Lebertransplantation involviert ist und Patient:innen mit einer schweren Lebererkrankung begleitet, wenn Symptome auftreten. Eine Evaluation im Jahr 2016 ergab, dass die Patient:innen die kontinuierliche Betreuung positiv wahrnehmen und die individuelle und bedarfsorientierte Beratung sehr schätzen. Eine weitere Besonderheit ist, dass relevante Themen in Bildern (von einer St. Galler Illustratorin) dargestellt werden und für die Patienten als ergänzendes Material in den Beratungen eingesetzt werden. Das ist besonders für den visuell lernenden Menschen hilfreich. Das Konzept der Pflegesprechstunde ist sehr gut theoretisch/wissenschaftlich aufgearbeitet.