Spende bringt Bewegung und Farbe ins Erich-Plauschinat-Haus Johanniter Hilfsgemeinschaft Düsseldorf ermöglicht neue Spiele für die Tovertafel und gemeinsames Kunstprojekt
Mehr Möglichkeiten für gemeinsames Erleben, Bewegung und Begegnung: Mit Unterstützung der Johanniter Hilfsgemeinschaft Düsseldorf konnten im Erich-Plauschinat-Haus der Kaiserswerther Diakonie zwei Projekte für die Bewohnerinnen und Bewohner umgesetzt werden. Neben einer Erweiterung des Spieleangebots der vorhandenen Tovertafel entstand gemeinsam mit der Haaner Künstlerin Ina Becker-Pütz ein großformatiges Wandbild.
Bereits im Frühjahr wurde die Tovertafel im Gruppenraum des betreuten Wohnens um neue Spiele erweitert. Die interaktive Spielekonsole wurde speziell für Menschen mit kognitiven Einschränkungen entwickelt. Von der Decke aus projiziert sie unterschiedliche Spiel- und Erlebniswelten auf einen Tisch. Die Bewohnerinnen und Bewohner können beispielsweise durch Bewegungen Blumen wachsen lassen oder sich einen virtuellen Ballon zuspielen.
Die Angebote sprechen visuelle und sensorische Fähigkeiten an und fördern zugleich Bewegung und Interaktion. Dabei können Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten teilhaben. Auch wer nicht selbst aktiv in das Spiel eingreift, kann die Projektionen, Bewegungen und Töne wahrnehmen. Gerade weil Kontaktaufnahme und Austausch für einige Bewohnerinnen und Bewohner aufgrund ihrer Beeinträchtigungen erschwert sind, bietet die spielerische Form zusätzliche Möglichkeiten für gemeinschaftliche Erlebnisse.
Gemeinsames Kunstwerk für das Erich-Plauschinat-Haus
Im Sommer folgte ein weiteres durch die Spende ermöglichtes Projekt: Unter Leitung der Haaner Künstlerin Ina Becker-Pütz gestalteten Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam ein Wandbild mit lokalen Sehenswürdigkeiten. Das Kunstwerk ist für den Flur im zweiten Obergeschoss des Erich-Plauschinat-Hauses bestimmt.
Damit sich möglichst viele Menschen beteiligen konnten, wurde das Motiv auf zwei große Holzplatten übertragen. So war die Mitarbeit auch für Bewohnerinnen und Bewohner mit körperlichen Einschränkungen möglich. Mit Acrylfarben, Pinseln und teilweise auch mit den Fingern entstand im Laufe des Tages ein farbenfrohes Gemeinschaftswerk.
„Für mich war besonders spannend zu beobachten, wie die Mitarbeitenden mit den Bewohnerinnen und Bewohnern umgehen. Wie gut es ihnen gelingt, sie zu unterstützen. Man hat die gute Beziehung zwischen ihnen wirklich gesehen“, beschreibt Einrichtungsleiter Carsten Neuen seine Eindrücke
Die Bewohnerinnen und Bewohner konnten sich entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten und ihrer Tagesstruktur an der Malaktion beteiligen. Den Abschluss bildeten ein gemeinsames Grillen und Beisammensein. Nach der abschließenden Bearbeitung durch die Künstlerin wird das fertige Wandbild im Erich-Plauschinat-Haus aufgehängt.
Die Kaiserswerther Diakonie dankt der Johanniter Hilfsgemeinschaft Düsseldorf für die finanzielle Unterstützung, durch die beide Projekte realisiert werden konnten.