Zwei Einsegnungen und ein Beitritt: Bewegender Sonntag für die Kaiserswerther Schwesternschaft
Einen besonderen Gottesdienst feierten die Kaiserswerther Schwestern am 19. April in der Mutterhauskirche: Zwei Frauen wurden als Diakonissen eingesegnet und die Leiterin der Kaiserswerther Schwesternschaft, Pfarrerin Dr. Katrin Stückrath, trat offiziell in die Gemeinschaft ein.
Claudia Filitz und Edith Füllkrug wurden nach einer intensiven Vorbereitungszeit als Diakonissen in die Schwesternschaft eingesegnet. Der Weg dorthin beginnt in der Regel mit einer Phase des Kennenlernens, in der Interessierte als sogenannte Probeschwestern am Leben und an der Spiritualität der Gemeinschaft teilhaben. In dieser Zeit prüfen sie für sich, ob sie ihre Berufung in der verbindlichen Gemeinschaft der Diakonissen sehen. Mit der Einsegnung entscheiden sie sich bewusst für diesen Lebensweg – getragen von christlichem Glauben, gegenseitiger Verantwortung und dem gemeinsamen Dienst am Menschen. Für Claudia Filitz, Leiterin der Kita Zeppenheimer Weg, und Edith Füllkrug, ehrenamtliche Seelsorgerin in Ausbildung zur geistlichen Begleiterin, markiert dieser Schritt einen neuen Lebensabschnitt.
Eine besondere Bedeutung hatte an diesem Tag auch der Beitritt von Pfarrerin Dr. Katrin Stückrath in die Schwesternschaft. In ihrer Rolle als Leiterin der Schwesternschaft trägt sie bereits seit 2022 die Verantwortung für die geistliche und strategische Entwicklung der Gemeinschaft. Der jetzige Beitritt bedeutet jedoch einen weiteren, persönlichen Schritt: Während die Leitung eine berufliche Aufgabe ist, steht die Zugehörigkeit zur Schwesternschaft für eine bewusst gewählte, verbindliche Lebens- und Glaubensgemeinschaft. Beides kommt nun bei ihr zusammen: „Für mich ist der Beitritt zur Schwesternschaft ein Ausdruck tiefer Verbundenheit – mit den Menschen, mit unserer Tradition und mit der Aufgabe, die Zukunft dieser Gemeinschaft aktiv mitzugestalten. Ich bin dankbar für das Vertrauen und freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit den Schwestern weiterzugehen“, freut sich Dr. Katrin Stückrath.
Für die Schwesternschaft selbst ist dieser Schritt von großer Bedeutung. Er steht für Kontinuität und Verlässlichkeit in Zeiten des Wandels und eröffnet zugleich Perspektiven für die Weiterentwicklung der Gemeinschaft. Während ältere Schwestern Verantwortung abgeben können, wächst für jüngere Generationen Raum, eigene Impulse einzubringen und die Zukunft aktiv mitzugestalten.
Im Gottesdienst wurden auch zwei Jubiläen gefeiert: Elsa Langen und Renate Beimborn gehören zu den ältesten Mitgliedern der Kaiserswerther Schwesternschaft. Sie blicken auf 65 Jahre Zugehörigkeit zurück.
Der Gottesdienst machte so auf eindrückliche Weise sichtbar, was die Schwesternschaft ausmacht: eine lebendige Gemeinschaft, die Tradition und Erneuerung miteinander verbindet.