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Veranstaltung "Der vergessene Schmerz: Schmerzmanagement und Schmerzerfassung bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz" (Nr. 32D10-65-1) wurde aus dem Warenkorb entfernt.
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Der vergessene Schmerz: Schmerzmanagement und Schmerzerfassung bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz


Die Studienlage zum Schmerz im Alter ist eindeutig. Je älter ein Mensch wird, umso häufiger leidet er unter Schmerzen, insbesondere durch Verschleißerkrankungen. Zugleich belegen Studien, dass mit fortschreitender Demenz weniger Schmerzmittel verabreicht werden.


Die Wahrscheinlichkeit, demenziell zu erkranken, steigt mit zunehmenden Alter. Sind bei den 60 - 65-Jährigen lediglich ca. 2 % von einer Demenz betroffen, so liegt der Anteil bei den 90 - 95-Jährigen bei ca. 35 – 40 %. Trotz dieser hohen Quote wird eine Unterversorgung mit Schmerzmitteln bei alten Menschen mit fortgeschrittener Demenz konstatiert.


Menschen mit fortgeschrittener Demenz verlieren ihre Sprachfähigkeit. Es ist für sie zunehmend wenig möglich, ihre Symptomlast verbal mitzuteilen. Das gilt auch für den Schmerz. Hier bleiben den Betroffenen nur noch nonverbale und paraverbale Möglichkeiten auf ihr Leiden hinzuweisen, die sich in der Regel über Unruhe, ständiges Umherlaufen, Lautieren und/oder abwehrendes Verhalten äußern, die von der Umgebung häufig als „herausforderndes Verhalten“ wahrgenommen werden. Die Ursache für dieses Verhalten wird zumeist der Demenz zugeschrieben und nicht in der Symptomlast der Nebendiagnosen (z.B. Verschleißerkrankungen) gesehen.


Dieses Seminar beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von zunehmender Demenz, zunehmendem Schmerz und herausforderndem Verhalten und zeigt auf, wie erfolgreiches Schmerzmanagement funktionieren kann. Die gängigen Assessments zur Schmerzerfassung (z.B. Numerische Rangskala, BESD oder ZOPA) werden vorgestellt und mit den Teilnehmenden eingeübt.


Zur erfolgreichen Umsetzung einer professionellen Schmerzbeobachtung und -erfassung ist es wichtig, dass alle Kontaktpersonen des demenziell Erkrankten mit einbezogen werden. Dieses Vorgehen unterstützt die Entwicklung von „Verstehenshypothesen“ (gemäß des Expertenstandards „Demenz und Beziehungsgestaltung“ DNQP 2018) und hilft somit bei der Identifizierung möglicher Ursachen des herausfordernden Verhaltens.


Inhalte

  • Der typische Dreiklang: Alter, Demenz und Schmerzen
  • Schmerzarten entsprechend des Alters
  • Wie äußern Menschen mit fortgeschrittener Demenz ihren Schmerz?
  • Diverse Assessments zur Schmerzerfassung
  • Anwendung der einzelnen Assessments auf den konkreten Fall
  • Schmerzmanagement bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz als Aufgabe für das gesamte Team

Ziele

Am Ende des Seminars

- können Sie Schmerzarten unterscheiden

- kennen Sie die Verfahren der strukturierten und systematischen Erfassung und Bewertung von Schmerzen

- wissen Sie, wie sich bei Menschen mit Demenz Schmerzen äußern

Zielgruppe

Alle am Thema Interessierten, Pflegefachkräfte, Pflegekräfte ohne Examen und Mitarbeitende aus dem Sozialen Dienst und der Betreuungsarbeit.

Zusatzinformationen

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

Diese Fortbildung ist als Rezertifizierungskurs für zusätzliche Betreuungskräfte nach § 43b/53c SGB XI geeignet.



Nummer 32D10-65-1
Termin 14.04.27 - 14.04.27
09:00 - 16:30 Uhr
Dauer 8 UE
Kosten 205,00 €
Referent/innen
Ansprech-
partner/
innen
Alexandra Schäfer
   0211 409-3649
  E-Mail schreiben