„Ein Ort der Geborgenheit“: Feierliche Eröffnung der neuen Palliativstation

24. August 2022

Mehr als 70 geladene Gäste haben letzten Mittwoch im Sonnenblumen-geschmückten Theodor-Fliedner-Saal die Eröffnung der neuen Palliativstation am Florence-Nightingale-Krankenhaus gefeiert. Chefarzt PD Dr. med. Matthias Banasch und Oberärztin Dr. Susanne Heering aus der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin hatten zur Einweihungsfeier eingeladen.

Dr. med. Holger Stiller, Vorstand der Kaiserswerther Diakonie und Krankenhausdirektor, begrüßte Gäste, Spender und Förderer, Vertreter aus der Politik, von den Aufsichts- und Genehmigungsbehörden und nicht zuletzt die anwesenden Mitarbeitenden. „Seit 18 Jahren nun ist die Palliativmedizin und damit auch diese spezielle Station integraler Bestandteil der Kaiserswerther Diakonie. Bemerkenswert ist dabei, dass unser Krankenhaus der erste palliativmedizinische Versorger hier in unserer Landeshauptstadt war“, sagte Dr. Stiller und würdigte den Gründungsvater der Station, den anwesenden Chefarzt a.D. Prof. Dr. med. Joachim Erckenbrecht. Zudem kündigte Dr. Stiller an, dass geplant sei, das Versorgungsangebot in der Palliativmedizin durch den Bau eines Hospizes auf dem Gelände der Kaiserswerther Diakonie zu vervollständigen. Er dankte der Spenderin Dr. Ulrike Frey, ohne die die Errichtung der neuen, wichtigen Einrichtung nicht möglich wäre.

Besonderer Dank an die Spender
Im Namen des Vorstandes und der Betriebsleitung des Florence-Nightingale-Krankenhauses dankte Dr. Stiller allen, die direkt und indirekt an der Errichtung der neuen Palliativstation beteiligt waren. Besonderen Dank richtete er an alle Spender, ohne die viele nützliche und unterstützende Einrichtungen und Ausstattungen wie beispielsweise Unterbringungsmöglichkeiten für Angehörige oder der gerade angebrachte Balkon nicht hätten realisiert werden können. Eine mehr als zweijährige Spendenkampagne hatte mehr als 330.000 Euro für den Umbau der in die Jahre gekommenen Station eingebracht. Bei Patient:innen und Mitarbeitenden entschuldigte sich Dr. Stiller ausdrücklich für die psychisch und physisch große Belastung durch die Sanierung im laufenden Betrieb.

Team macht Palliativstation zu Ort der Geborgenheit
PD Dr. med. Matthias Banasch hob hervor, dass neben der Eröffnung der neuen Station die Volljährigkeit der Palliativstation ein Anlass zum Feiern ist. Mit der Errichtung vor 18 Jahren sei sein Vorgänger, Prof. Erckenbrecht, „visionär“ gewesen. Er dankte dem Vorstand, dass er den Umbau der in die Jahre gekommenen Palliativstation nach den Gesichtspunkten einer optimalen palliativen Versorgung von Beginn an unterstützt hat sowie Christine Taylor für das Engagement der Förderstiftung für das Umbauprojekt. Dr. Banasch betonte, dass das multidisziplinäre Team der Palliativstation aus Pflegenden, Ehrenamtlichen, Seelsorgenden, Ärztinnen und Ärzten, Therapeut:innen, Psychoonkolog:innen und Sozialarbeiter:innen die Station zu einem Ort der Geborgenheit macht. „Neben der beruflichen Professionalität ist die Schaffung einer Atmosphäre der Geborgenheit ein wichtiges Anliegen. Geborgenheit setzt persönliche Zuwendung voraus und einen geeigneten Raum. Persönliche Zuwendung war schon immer ein herausragendes Merkmal unserer Palliativmedizin. Jetzt haben wir auch den passenden Raum“, freute sich der Chefarzt.

Den Menschen mit dem Herzen zuhören  
Dr. Susanne Heering, Ärztliche Leiterin der Palliativstation, erläuterte das Ziel der Station: „Wir wollen die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten erhalten und das beschränkt sich nicht auf die letzte Lebenszeit. Vielmehr ist es sinnvoll, die Palliativmedizin schon in einer frühen Phase der Erkrankung einzubeziehen. Die Palliativmedizin ist keine prognosegebende Medizin, sondern eine ‚Bedürfnismedizin‘. Es gilt, dem Menschen mit Würde zu begegnen und gut mit dem Herzen zuzuhören.“
Als letzte Rednerin sprach Dr. med. Marianne Kloke, ehemalige Direktorin der Palliativmedizin der Kliniken Essen-Mitte, über „Palliative Care - mehr als nur eine Fachdisziplin?“, bevor die Gäste bei musikalischer Begleitung durch das Joker Quartett bei leckeren Häppchen der fairDienst gGmbH ins Gespräch kamen. Die Zutaten für das Catering hat Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG gespendet.

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