30. Januar 2020

Gemeinsam kochen fördert die Lebensqualität von Demenzerkrankten

Demenzküche_Altenzentrum_Ratingen-Lintorf.jpg: Hauswirtschaftsleiterin Jozica Schrutek gestaltet gemein-sam mit den Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern die Koch- und Backangebote im Altenzentrum Ratingen Lintorf der Kaiserswerther Diakonie.

Demenzküche_Küchenfeen.jpg: Gemeinsame zaubern die Seniorinnen und Senioren in der neuen Küche im Demenzbereich ein leckeres Mittagessen. Die Kochaktionen fördern die Lebensqualität und können Erinnerungen bei den Betroffenen wecken. (Fotos: Frank Elschner)

Neue Küche im Altenzentrum Haus Salem Lintorf

Ratingen-Lintorf, 31. Januar 2020. Fleißig werden Kartoffeln und Äpfel geschnibbelt und es duftet schon nach angerösteten Zwiebeln. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenzentrums Haus Salem Lintorf bereiten an diesem Vormittag gemeinsam ein leckeres Mittagessen in der neugeschaffenen Wohnküche im Demenzwohnbereich zu. Es wird Kartoffelpüree mit Sauerkraut und Nürnberger Bratwürsten geben, zum Nachtisch werden Apfelsplitter mit frischer Schlagsahne und gerösteten Zimtmandeln aufgetischt. Der moderne und helle Raum bietet mit seinem großzügigen Esstisch und gemütlichen Loungemöbeln vielseitige Möglichkeiten für Demenzerkrankte. „Hier finden nicht nur gemeinsame Koch- und Backaktionen statt, sondern der Raum dient den Seniorinnen und Senioren auch als Rückzugsort“, sagt Einrichtungsleiterin Claudia Witte. Am Ende des großzügigen Flurs des Wohnbereichs Wiesengrund, der speziell für Menschen mit Demenz konzipiert ist, wurde nach einigen Umbaumaßnahmen die Wohnküche geschaffen.

Nun wird hier mehrmals im Monat gemeinsam mit Demenzerkrankten gekocht oder gebacken. „Die gemeinsamen Kochaktionen helfen den Demenzerkrankten, verlorengegangene Fähigkeiten wieder zu erlernen oder einfach neu zu entdecken“, erklärt Hauswirtschaftsleiterin Jozica Schrutek, die gemeinsam mit den Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern die Koch- und Backangebote im Altenzentrum gestaltet. Duftende Rinderrouladen, herzhafte Eintöpfe oder Milchreis mit Zimt und Zucker – an diese klassischen Gerichte können sich Menschen mit Demenz oft noch gut erinnern, besonders Frauen, für die Kochen häufig ihr Leben lang zur täglichen Routine gehörte.

Finanziell wurde das Projekt von der Sparkasse Hilden Ratingen Velbert (Sparkasse HRV) großzügig gefördert. „Wir freuen uns, mit unserer Spende das tolle Engagement des Altenzentrums zu unterstützen und den Bewohnern im Demenzwohnbereich damit ein Stück Lebensqualität zurückgeben zu können“, sagt Holger Kleine, stellvertretender Abteilungsleiter des Vorstandsstabs der Sparkasse HRV bei seinem Besuch im Altenzentrum.

Das Altenzentrum Haus Salem Lintorf verfügt über vier Wohnbereiche: Zwei von ihnen entsprechen dem klassischen Konzept eines Altenzentrums. Die anderen beiden richten sich mit gezielten Angeboten an Demenzerkrankte und an junge Pflegebedürftige. Das seit mehr als zehn Jahren bestehende Altenzentrum ist eine Einrichtung der Altenhilfe der Kaiserswerther Diakonie gemeinnützige GmbH, zu der zwei Altenzentren in Ratingen gehören. Betreutes Wohnen wird in Haus Salem Ratingen und den Feierabendhäusern Kaiserswerth angeboten. Der ambulante Pflegedienst Diakonie-Pflege-Zentrum in Kaiserswerth ergänzt das Angebot.

Presse-Rückfragen bitte an:
Katharina Bauch
Stv. Pressesprecherin, Unternehmenskommunikation
Kaiserswerther Diakonie
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Die Kaiserswerther Diakonie ist seit der Gründung durch Pfarrer Theodor Fliedner und seine Frau Friederike im Jahre 1836 im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen tätig und zählt zu den großen diakonischen Unternehmen in Deutschland. Die rund 2.500 Beschäftigten bieten in der Region vielfältige Angebote für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen an. Das Florence-Nightingale-Krankenhaus mit zwölf Fachkliniken, mehreren zertifizierten Zentren zur Behandlung von Patienten vor allem im Bereich der Familien- und Tumormedizin gehört ebenso dazu wie Altenhilfe- und Pflegeeinrichtungen, Angebote der Jugend- und Behindertenhilfe, verschiedene berufsbildende Schulen mit rund 1.900 Ausbildungsplätzen, die Fliedner Fachhochschule sowie das Fort- und Weiterbildungsinstitut Kaiserswerther Seminare. Auch die Kaiserswerther Buchhandlung, die Fliedner-Kulturstiftung mit Bibliothek, Archiv und dem ersten Pflegemuseum in Deutschland, die Hotel MutterHaus Düsseldorf GmbH sowie die Kaiserswerther Schwesternschaft mit 80 Mitgliedern zeigen die große Vielfalt.