29. Mai 2020

Face-Shields in Kitas besser geeignet als Masken

Studie der Fliedner Fachhochschule kommt zum Ergebnis

Düsseldorf, 29. Mai 2020. Ab dem 8. Juni dürfen Kinder wieder in die Kita. Voraussetzung für die Kita-Öffnung ist ein gut geplanter und umgesetzter Gesundheitsschutz für Kinder und Erzieher. Doch kann die aktuell geltende Maskenpflicht auch in der Kleinkindbetreuung umgesetzt werden, ohne dass die pädagogische Arbeit beeinträchtigt wird? Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf hat dies untersucht. Das Ergebnis: Die Wissenschaftler schätzen den Einsatz von Mund-Nase-Abdeckungen in Kitas als nicht tauglich ein und empfehlen als Alternative so genannte Face-Shields. Die private Fachhochschule der Kaiserswerther Diakonie hat die Ergebnisse der empirischen Studie jetzt im Pre-Print veröffentlicht, um den Fachkräften damit schnell Orientierung zu bieten.

Die Öffnung der Kitas im eingeschränkten Regelbetrieb während der Coronavirus-Pandemie stellt eine besondere Herausforderung für die pädagogischen Fachkräfte dar. Die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln mit kleinen Kindern ist kaum möglich. So stehen viele Erzieher vor der Frage, wie sie sich und die Kinder am besten schützen können. „Bei der Ausweitung der Kindertagesbetreuung im Rahmen der Corona-Lockerungen muss der Schutz der Fachkräfte dringend mitgedacht werden. Geschlossene Nase-Mund-Abdeckungen scheinen aber aus pädagogischen Gründen keine Alternative zu sein, da Kinder in der Kommunikation darauf angewiesen sind, die Mimik der Fachkräfte erkennen zu können. So haben wir in unserer Studie mögliche Alternativen geprüft“, erläutert  Professor Dr. Menno Baumann, Professor für Intensivpädagogik an der Fliedner Fachhochschule. Er ist einer der fünf an der Studie beteiligten Wissenschaftler.  

Die Forscher haben mithilfe von teilnehmender Beobachtung, leitfadengestützten Interviews und Video-Interaktionsanalysen folgende zwei Schutzmaßnahmen untersucht: Mund-Nase-Abdeckungen mit transparentem Mundausschnitt sowie durchsichtige Gesichtsmasken, so genannte Face-Shields. Ziel der Untersuchung war es, herauszufinden, welcher Schutz die pädagogische Arbeit wenig beeinträchtigt und dabei einen ausreichenden Schutz bietet. Das Ergebnis fasst Professor Dr. Baumann zusammen: „Während sich Masken mit transparentem PVC-Inlay als sehr schwierig erwiesen haben, sind die so genannten Face-Shields offensichtlich eine gute Alternative für den Einsatz in Kitas. Sie sind im Alltag gut zu handhaben, schützen Kinder und Fachkräfte und ermöglichen vollumfänglich die Kommunikation auch über die für Kinder so wichtige Mimik.“

Die Studie “Schützende Maßnahmen gegen Infektionen in Kindertagesbetreuung” steht auf der Webseite der Fliedner Fachhochschule zum Download bereit:

https://www.fliedner-fachhochschule.de/wp-content/uploads/Artikel_Corona_Schutz_KiTa_PrePrint.pdf

Die Studiengänge im Überblick:

Bachelorstudiengänge in Vollzeit

B. A. Soziale Arbeit

B. A. Kindheitspädagogik

B. A. Pflege und Gesundheit

B. Sc. Medizinische Assistenz – Chirurgie

Bachelorstudiengänge – dual

B. A. Soziale Arbeit

B. A. Kindheitspädagogik

B.Sc. Hebammenkunde (im Akkreditierungsverfahen)
B. Sc. Medizinisches Informationsmanagement

Bachelorstudiengänge – berufsbegleitend

B. A. Soziale Arbeit

B. A. Kindheitspädagogik

B. A. Pflegemanagement und Organisationswissen

B. A. Pflegepädagogik

B. A. Pädagogik für den Rettungsdienst

Masterstudiengänge – berufsbegleitend

M. A. Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe

M. A. Berufspädagogik Pflege und Gesundheit

M.A. Kultur-Bildung-Teilhabe. Kunst & Pädagogik in der frühen Kindheit

M.Sc. Versorgungsforschung und Management im Ge-sundheitswesen (im Akkreditierungsverfahren)

M.Sc. Physician Assistant (im Akkreditierungsverfahren)

Presse-Rückfragen bitte an:
Katharina Bauch
Stv. Pressesprecherin, Unternehmenskommunikation
Kaiserswerther Diakonie
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Die Kaiserswerther Diakonie ist seit der Gründung durch Pfarrer Theodor Fliedner und seine Frau Friederike im Jahre 1836 im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen tätig und zählt zu den großen diakonischen Unternehmen in Deutschland. Die rund 2.600 Beschäftigten bieten in der Region vielfältige Angebote für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen an. Das Florence-Nightingale-Krankenhaus mit zwölf Fachkliniken, mehreren zertifizierten Zentren zur Behandlung von Patienten vor allem im Bereich der Familien- und Tumormedizin gehört ebenso dazu wie Altenhilfe- und Pflegeeinrichtungen, Angebote der Jugend- und Behindertenhilfe, verschiedene berufsbildende Schulen mit rund 1.900 Ausbildungsplätzen, die Fliedner Fachhochschule sowie das Fort- und Weiterbildungsinstitut Kaiserswerther Seminare. Auch die Kaiserswerther Buchhandlung, die Fliedner-Kulturstiftung mit Bibliothek, Archiv und dem ersten Pflegemuseum in Deutschland, die Hotel MutterHaus Düsseldorf GmbH sowie die Kaiserswerther Schwesternschaft mit 75 Mitgliedern zeigen die große Vielfalt.