06. Dezember 2018

Chefarzt warnt vor Folgeschäden bei Verbrennungswunden von Kindern

Bildzeile: Dr. med. habil Bertram Reingruber, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie am Florence-Nightingale-Krankenhaus, untersucht eine kleine Patientin. (Foto: Frank Elschner)

Tag des brandverletzten Kindes am 7. Dezember

Düsseldorf, 6. Dezember 2018. Mehr als 30.000 Kinder werden jährlich in Deutschland aufgrund von Verbrennungen oder Verbrühungen ärztlich behandelt. Ins Florence-Nightingale-Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie kommen nahezu täglich Kinder aller Altersgruppen vom Säugling bis zum Schulkind, die hier nach einem Verbrennungs- oder Verbrühungsunfall medizinisch versorgt werden.

„Wenn nur eine Hautrötung, ähnlich einem Sonnenbrand entsteht, ist ein Arztbesuch zunächst nicht zwingend erforderlich. Die Haut sollte jedoch über 24 Stunden beobachtet, allenfalls mit lauwarmen feuchten Tüchern gekühlt werden, was die Schmerzen lindert, nicht jedoch massiert oder eingecremt werden. Wenn eine Brandblase entsteht, die in etwa so groß ist wie eine Münze, ist ein Besuch beim Kinderarzt sinnvoll, um eine sterile Wundbehandlung zu sichern. Bei größeren Verletzungen sowie bei allen Brandwunden an Händen, Füßen, im Gesicht oder in den Gelenkfalten der Arme und Beine ist eine sofortige Vorstellung in der Fachklinik dringend geboten. Denn bei Kindern können neben dauerhaften Hautschäden auch Vernarbungen entstehen, die das weitere Wachstum beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zu Fehlstellungen der Extremitäten oder zu Gelenkversteifungen führen“, warnt Dr. med. habil. Bertram Reingruber, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie am Florence-Nightingale-Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie.

„Auf einer an sich harmlosen Verbrühungswunde kann sich eine Infektion entwickeln, die auch das tiefer liegende Gewebe schädigt. Auch das kann im schlimmsten Fall zur Einschränkung der Bewegungsfähigkeit der Gelenke oder gar zu Verstümmelungen führen“, erläutert der Chefarzt.

Bei der Versorgung von Kindern mit ausgedehnten Verbrennungswunden oder bei Unfällen mit Rauchentwicklung steht der Klinik für Kinderchirurgie im Bedarfsfall eine spezielle hochmoderne Kinderintensivstation am Florence-Nightingale-Krankenhaus zur Verfügung. Bei tiefen Wunden, größeren Arealen oder erheblichen Vernarbungen werden die Kinder zusammen mit den Spezialisten der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie behandelt.

Die Notfallversorgung der kleinen Patienten im Florence-Nightingale-Krankenhaus erfolgt in der Zentralen Notaufnahme, die über einen separaten Bereich für Kinder verfügt und auch nachts und am Wochenende geöffnet hat.

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Katharina Bauch
Stv. Pressesprecherin, Unternehmenskommunikation
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Die Kaiserswerther Diakonie ist seit der Gründung durch Pfarrer Theodor Fliedner und seine Frau Friederike im Jahre 1836 im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen tätig und zählt zu den großen diakonischen Unternehmen in Deutschland. Die rund 2.400 Beschäftigten bieten in der Region vielfältige Angebote für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen an. Das Florence-Nightingale-Krankenhaus mit zwölf Fachkliniken, mehreren zertifizierten Zentren zur Behandlung von Patienten vor allem im Bereich der Familien- und Tumormedizin gehört ebenso dazu wie Altenhilfe- und Pflegeeinrichtungen, Angebote der Jugend- und Behindertenhilfe, verschiedene berufsbildende Schulen mit rund 1.900 Ausbildungsplätzen, die Fliedner Fachhochschule sowie das Fort- und Weiterbildungsinstitut Kaiserswerther Seminare. Auch die Kaiserswerther Buchhandlung, die Fliedner-Kulturstiftung mit Bibliothek, Archiv und dem ersten Pflegemuseum in Deutschland, die Hotel MutterHaus Düsseldorf GmbH sowie die Kaiserswerther Schwesternschaft mit 85 Mitgliedern zeigen die große Vielfalt.