06. Dezember 2017

Schüler helfen mit Weihnachtsliedern, Schmerzen zu lindern

Die Grundschüler verbreiteten mit ihrem Gesang weihnachtliche Stimmung in der Onkologischen Tagesklinik des Florence-Nightingale-Krankenhauses. (Foto: Bettina Engel-Albustin)

Die Kinder der Klasse 3c überreichen einer Patientin einen selbst gebastelten Weihnachtsstern. (Foto: Bettina Engel-Albustin)

Drittklässler der Grundschule Kaiserswerther auf der Palliativstation

Düsseldorf, 6. Dezember 2017. Für Abwechslung im Klinikalltag haben jetzt Drittklässler der Grundschule Kaiserswerth mit ihren Lehrerinnen gesorgt. Mit Weihnachtsliedern und selbst gebastelten Weihnachtssternen überraschten die Mädchen und Jungen der Klasse 3 c die Patienten der Palliativstation im Florence-Nightingale-Krankenhaus.

"Wir freuen uns, dass ihr den schwer kranken Patientinnen und Patienten auf unserer Station eine Freude bereitet", begrüßte Dr. Andreas Winter, Oberarzt der Palliativstation, die Schülerinnen und Schüler. Weil die meisten Patienten bettlägerig sind, öffneten die Schwestern die Türen der Zimmer, während die Kinder mit ihrem Gesang eine besinnliche Atmosphäre aufkommen ließen. "Mit Musik und der Freude daran, können wir die Schmerzen und Beschwerden der Patienten lindern", erklärte der Oberarzt der Schulklasse.

Bereits das sechste Jahr in Folge besuchten Dritt- und Viertklässler der Grundschule Kaiserswerth zur Adventszeit das Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie. Die Kinder hatten sich im Unterricht auf den Besuch vorbereitet. "Im ersten Moment sind Kinder bei dem Thema Tod und Sterben sehr zurückhaltend. Wenn sie aber wissen, dass sie mit den Liedern und den Geschenken den Patienten helfen können, sind sie sehr interessiert und überwinden ihre Berührungsängste", berichtet Musiklehrerin Anna Klostermann. Im Vorfeld besuchte Christiane Immer, Palliativschwester und Palliativkoordinatorin des Florence-Nightingale-Krankenhauses, die Kinder in der Schule und beantwortete altersgerecht ihre Fragen. "Das Thema Sterben wird in unserer Gesellschaft oft verdrängt, dabei gehört es genauso zum Leben wie die Geburt. Kinder gehen mit dem Thema noch recht unbefangen um und haben keine Scheu im Kontakt mit den Patienten", erläutert Christiane Immer.

Auf der Palliativstation der Kaiserswerther Diakonie werden Menschen mit einer weit fortgeschrittenen, nicht heilbaren und lebensverkürzenden Krankheit betreut. Vor zwölf Jahren wurde die Station in der Klinik für Innere Medizin mit Gastroenterologie und Onkologie als erste Einrichtung dieser Art in Düsseldorf eröffnet. Gemeinsam mit den Angehörigen bereiten Palliativärzte, speziell qualifizierte Pflegekräfte, Seelsorger, Psychoonkologen, Physio-, Ergo-, Musik- und Kunsttherapeuten, Sozialberater sowie geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter die Patientinnen und Patienten darauf vor, ihre letzte Lebensspanne selbstbestimmt zu gestalten. Ziel ist es, den Wünschen der Patienten zu entsprechen und sie nach Hause, in eine Pflegeeinrichtung oder in ein Hospiz zu entlassen. Dort wird dann die weitere palliative Versorgung gewährleistet. Weitere Informationen sind auf www.florence-nightingale-krankenhaus.de zu finden.

Wer die Arbeit der Palliativstation unterstützen möchte, kann sich an die Station wenden unter Telefon 0211.409 2206 oder per E-Mail an palliativstation@kaiserswerther-diakonie.de. Auch Spenden an die Förderstiftung der Kaiserswerther Diakonie unter dem Kennwort "Palliativstation" bei der KD-Bank eG tun (IBAN DE61 3506 0190 0000 6506 50, BIC GENODED1DKD) unterstützen die Arbeit.

Presse-Rückfragen bitte an:
Melanie Bodeck
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Die Kaiserswerther Diakonie ist seit der Gründung durch Pfarrer Theodor Fliedner und seine Frau Friederike im Jahre 1836 im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen tätig und zählt zu den großen diakonischen Unternehmen in Deutschland. Die rund 2.400 Beschäftigten bieten in der Region vielfältige Angebote für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen an. Das Florence-Nightingale-Krankenhaus mit zwölf Fachkliniken, mehreren zertifizierten Zentren zur Behandlung von Patienten vor allem im Bereich der Familien- und Tumormedizin gehört ebenso dazu wie Altenhilfe- und Pflegeeinrichtungen, Angebote der Jugend- und Behindertenhilfe, verschiedene berufsbildende Schulen mit rund 1.900 Ausbildungsplätzen, die Fliedner Fachhochschule sowie das Fort- und Weiterbildungsinstitut Kaiserswerther Seminare. Auch die Kaiserswerther Buchhandlung, die Fliedner-Kulturstiftung mit Bibliothek, Archiv und dem ersten Pflegemuseum in Deutschland, die Hotel MutterHaus Düsseldorf GmbH sowie die Kaiserswerther Schwesternschaft mit 95 Mitgliedern zeigen die große Vielfalt.