Nachrichten

10.06.2016

Über 65 Teilnehmer bei der Abschlussveranstaltung FallDem

Anne Dierkes, Projektkoordinatorin der Kaiserswerther Seminare und Stephanie Hansen, Pflegedienstleitung des Städtischen Altenheims Windberg in Mönchengladbach bei ihrem Vortrag auf der Abschlussveranstaltung „FallDem“ im Hotel Mutterhaus-Düsseldorf. (Foto: Frank Elschner)

Düsseldorf, 10. Juni 2016. Ziel des Modellprojektes „Fallbesprechungen als innerbetriebliche Fortbildungen zur Verbesserung der Versorgungsqualität von Menschen mit Demenz in der stationären Altenhilfe“ - kurz „FallDem“ - war es, zwei demenzspezifische Fallbesprechungsmodelle in stationären Altenhilfeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen zu implementieren und zu evaluieren. In der Abschlussveranstaltung des Projektes am Mittwoch, den 8. Juni im Hotel MutterHaus Düsseldorf präsentierten die Beteiligten die wissenschaftlichen Ergebnisse.

Darüber hinaus lernten die Teilnehmer aus dem Erfahrungsbericht einer Altenhilfeeinrichtung, die bei dem Modellprojekt mitgemacht hatte, die Praxisseite kennen. In einer Podiumsdiskussion diskutierten Experten und Fachleuten aus dem Bereich der Pflege darüber, wie Fallbesprechungen bei knappen Geld- und Zeitressourcen in der Pflege in der Praxis umgesetzt werden können.

So eindeutig, wie zu Beginn des Projektes angenommen, waren die wissenschaftlichen Ergebnisse des Modellprojekts nicht. Das Thema war viel komplexer und umfangreicher als gedacht. Fest steht, dass durch Fallbesprechungen vielfältige positive Veränderungen in der Versorgung demenzerkrankter Menschen zu beobachten sind. Durch das Zusammenwirken von Pflegepraxis, Schulung und Forschung konnten die Fallbesprechungsmodelle weiter entwickelt werden. Indirekt verändert sich über die Reflektion und den intensiven Austausch der Mitarbeitenden in der Pflege der Umgang mit den Bewohnern, so dass sich ihre Versorgungssituation und Lebensqualität durchaus verbessert.

Die Fallbesprechungen wurden eingeordnet als verstehende Diagnostik, die „den Kopf frei macht“ und es dadurch ermöglicht, eingefahrene Wege in der Betreuung und Pflege demenzerkrankter Menschen zu verlassen. So konnten „Erfolge im Sinne eines sichtbar werdenden Lernprozesses“ beschrieben werden, so Sven Reuther, Mitarbeiter des wissenschaftlichen Teams des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE), das bei der Abschlussveranstaltung in Kaiserswerth durch Professor Dr. Martina Roes, Professor Dr. Margareta Halek, Dr. Daniela Holle, Herrn Sven Reuther und weitere Mitarbeitende vertreten war.

„Als Teilnehmer am Modellprojekt haben die Mitarbeitenden der Altenpflegeeinrichtungen viel voneinander und miteinander gelernt. Vor allem die ständige Übung macht den Meister. Diese Lebensweisheit hat sich auch beim Thema Fallbesprechungen bestätigt.“ Das ist das Resümee von Anne Dierkes, Projektkoordinatorin der Kaiserswerther Seminare (KWS).

Weitere Informationen zum Modellprojekt und Impressionen der Abschlussveranstaltung