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30.05.2022

Konzert gegen das Vergessen – Café Isolde beteiligt sich an Kammermusikprojekt in der Tonhalle

Am gestrigen Sonntag, 29. Mai, hatte in der Tonhalle in Düsseldorf ein ganz besonderes Konzerterlebnis Premiere. Unter dem Titel „Forelle gelb“ konnten Menschen mit Demenz und deren Freunde und Familien gemeinsam Kultur erleben: Bei einem ganz besonderen Kammermusikkonzert zum Zuhören und Mitmachen. Aus dem Café Isolde folgten insgesamt 24 Demenzerkrankte und ihre Angehörigen der Einladung. Die Kaiserswerther Diakonie war von den Veranstaltern von Key to Culture als eine von elf Einrichtungen in der Region ausgewählt worden.

Schon die Anreise zur Tonhalle war ein besonderes Erlebnis. Die Gruppe fuhr stilecht mit einem historischen Bus aus dem Jahr 1955 vor, angetrieben von entspannten 90 PS und inklusive Panorama-Glasdach, liebevoll organisiert von Leiterin Elke Helfen und ihrem Team. Vor dem eigentlichen Konzert fanden mehrere Workshops mit den Teilnehmenden statt. Bei Kaffee und Kuchen wurde in entspannter Runde gesungen und über Musik gesprochen. Elke Helfen: „Die Erinnerung an Musik ist sehr stark im Gedächtnis verankert. Es ist immer wieder berührend zu erleben, wie viel Freude das gemeinsame Zuhören und Singen allen Beteiligten macht.“

Mit dabei auch ein Team des WDR, das zuvor schon bei einem der vorbereitenden Workshops im Café Isolde dabei gewesen war und im Laufe des Woche im Lokalprogramm berichten wird.

Die Aufführung selber war eine echte Weltpremiere und griff doch bewusst altbekanntes auf: Speziell für „Forelle gelb“ hatte der Komponist Sebastian Gottschick eine musikalische Reise mit und auf dem Wasser geschaffen – beginnend mit dem Zauberlehrling von Paul Dukas, über Yellow Submarine von den Beatles bis hin zur Moldau von Antonìn Dvořák, durch Texte des Schriftstellers Gerhard Meister raffiniert und humorvoll miteinander verbunden.