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29.03.2021

#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst - Krankenhausseelsorge unterstützt bundesweite Plakatkampagne

Das aktuelle Motiv der Kampagne setzt das jüdische Pessachfest und das christliche Osterfest in Beziehung zueinander.

29. März 2021: Diese Woche feiern wir Ostern. Bereits gestern hat das jüdische Pessachfest begonnen, das eine Woche lang begangen wird. In diesem Jahr liegen also das christliche Oster- und das jüdische Pessachfest zeitlich eng beieinander. Was verbindet die beiden Religionen noch miteinander?

Genau diese Frage wirft die bundesweite Plakatkampagne „#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst“ auf, bei der Mitmachen ausdrücklich gewünscht ist. „B’reschit beziehungsweise Im Anfang“, „Purim beziehungsweise Karneval“, „Pessach beziehungsweise Ostern“ sind die ersten drei Motive von insgesamt 14.

„Die Plakate zeigen, wie in der jüdischen und in der christlichen Tradition über das Jahr das Leben gefeiert wird. Während beispielsweise Jüdinnen und Juden zu Pessach die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten begehen, feiern Christinnen und Christen zu Ostern die Auferstehung von Jesus Christus vom Tod. Auf diese Weise machen die Plakate auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede jüdischer und christlicher Tradition aufmerksam und verdeutlichen so die enge Vertrautheit und die vielfältigen Beziehungen zwischen den beiden Religionen“, erklärt Dr. Ulrich Lüders, ev. Seelsorger am Florence-Nightingale-Krankenhaus.

Das Team der Seelsorge am Florence-Nightingale-Krankenhaus unterstützt ausdrücklich die Kampagne und stellt die wechselnden Motive über das Aktionsjahr verteilt in ihrem Schaukasten vor. „Für den Sommer und den Herbst sind in Kaiserswerth Veranstaltungen geplant. Auch wir wollen uns beteiligen und mit der Aktion ein Zeichen gegen Antisemitismus und weitere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit setzen. Vor allem aber möchten wir Patienten, Angehörige und Mitarbeitende dazu anregen, sich jüdisches Leben in Deutschland ins Bewusstsein zu rufen und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Religionen nachzudenken.“

Das Stichwort „#beziehungsweise“, das sich durch die Kampagne zieht und die Motive und Unterschiede miteinander verbindet, lenkt den Blick auf die verbindenden biblischen und theologischen Grundlagen und zugleich auf die unterschiedlich gelebten Beziehungsweisen zwischen Christentum und Judentum. Weitere Impulse und Anregungen bietet die begleitende Website. Neben den Plakaten sind hier erläuternde Texte, Kurztexte und Vertiefungen zu den Themen bzw. Festen zu finden, sowohl aus jüdischer als auch aus christlicher Perspektive.

Die Idee für die Kampagne ist in der Evangelischen Kirche Berlin – Brandenburg - schlesische Oberlausitz (EKBO) in Zusammenarbeit mit der AG Juden Christen entstanden und weiterentwickelt worden. Sie ist ein ökumenischer Beitrag der Kirchen zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und wird von der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland unterstützt.