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12.09.2016

180. Jahresfest in Kaiserswerth: Diakonie zum Anfassen

Gewinnerin des „Weggefährte-Fahrrades" ist Gabriele Pösken (zweite von links)

Düsseldorf, 12.09.2016. Rund 2400 Besucherinnen und Besucher feierten am 11. September bei sommerlichem Wetter auf dem Parkgelände das 180-jährige Bestehen der Kaiserswerther Diakonie.  Die Vielfältigkeit des Unternehmens präsentierten über 200 MitarbeiterInnen sowie Freunde und Förderer an 32 Ständen,  durch viele Mitmachtaktionen und im Rahmen von Gesundheitsvorträgen. Spiele aus Fliedners Zeiten vom Stelzenlauf über Hüpfkästchen bis hin zum Seilspringen und Dosenwerfen machten die lange Tradition des Unternehmens erlebbar. Geschichtlich Interessierten boten die Geländeführungen der Fliedner-Kulturstiftung und der Besuch des Pflegemuseums Einblicke in die historische Bedeutung der Kaiserswerther Diakonie.  Allein 240 Besucher informierten sich im Museum rund um das Thema Pflege.

„Weggefährte:  gestern, heute, morgen“ lautete das Motto des 180. Jahresfests. Als Moderator führte Christian Zeelen, Chefredakteur von Center TV und Antenne Düsseldorf, durch den Tag. „Die Kaiserswerther Diakonie begleitet die Menschen von der Wiege bis zur Bahre; auch die, die nicht auf der Sonnenseite der Lebens stehen“, sagte Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel zum Auftakt des Jahresfestes, auf dem gleichzeitig der Tag des offenen Denkmals in Düsseldorf eröffnet wurde. Mit dem Florence-Nightingale-Krankenhaus trage die Kaiserswerther Diakonie zum Babyboom der Landeshauptstadt bei. Die Kaiserswerther Diakonie sei eines der größten und wichtigsten Unternehmen in der Stadt und eines der größten Ausbildungsunternehmen.  „Wir sind Partner, was die Kitas angeht und arbeiten bei der Betreuung von Jugendlichen in schwierigen Situationen zusammen“, nannte der Oberbürgermeister einzelne Aspekte der Kooperation mit der Stadt.

1836 – zur Gründung des Unternehmens – ging es dem evangelischen Pfarrer Theodor Fliedner vor allem darum, Ausbildungsstätten zu schaffen, um unverheiratete Frauen ausbilden zu können, erläuterte Dr. Norbert Friedrich, Vorstand der Fliedner Kulturstiftung. Damals hätte Fliedner sicherlich noch nicht gewusst, welche Auswirkungen dies einmal haben werde. Heute ist die Kaiserswerther Diakonie in der Region bekannt als großes Sozial-, Gesundheits- und Bildungsunternehmen. „Wir sind Weggefährten in unterschiedlichen Lebenslagen“, brachte es Vorstandssprecher Klaus Riesenbeck auf den Punkt. In den letzten Jahren hat das diakonische Unternehmen vor allem auf den Ausbau des  Gesundheitsbereichs und des Bildungsbereichs gesetzt. Wie der Kuratoriumsvorsitzende Georg Kulenkampff im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung erklärte, seien vor allen die Investition in den Neubau und Umbau des Florence-Nightingale-Krankenhaus sowie in die Gründung einer eigenen Fachhochschule richtige und wegeweisende Entscheidungen gewesen. So spielt das Krankenhaus ganz oben in der Spitzenmedizin mit und die Fliedner Fachhochschule Düsseldorf konnte seine Studierendenzahl  innerhalb von fünf Jahren verzehnfachen. Heute bietet die FH insgesamt zwölf Bachelor- und Masterstudiengänge in Vollzeit bzw. berufsbegleitend an. Besonderes Merkmal ist die familiäre Atmosphäre und die individuelle Betreuung der Studenten.

Impressionen des 180. Jahresfestes gibt es in der Bildergalerie.