Übergangseinrichtung Altes Pastorat

Die Übergangseinrichtung Altes Pastorat ist eine Wohneinrichtung zur sozialen Rehabilitation. Unsere Angebote richten sich an vorwiegend junge Erwachsene mit einer psychischen Erkrankung. Unser Ziel ist, dass die Bewohner:innen durch individuelle, bedüfnisorientierte Förderung selbstbestimmt ihre volle, wirksame und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe im größtmöglichen Umfang erlangen können. Dafür steht ihnen ein Zeitraum von bis zu ungefähr 24 Monaten zur Verfügung.

Die Ressourcen und Kompetenzen jeder einzelnen Person werden gestärkt und Benachteiligungen, die durch die psychische Beeinträchtigung oder andere Faktoren entstanden sind, werden in größtmöglichem Umfang entgegengewirkt.

Wir sehen unseren Auftrag darin, bestehende Beeinträchtigungen zu überwinden oder abzumildern oder neue Beeinträchtigungen zu vermeiden. Damit werden Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit überwunden oder - ebenso wie eine Pflegebedürftigkeit - vermieden.

Unser Angebot richtet sich außerdem darauf, die persönliche Entwicklung ganzheitlich entsprechend der individuellen Interessen und Kompetenzen zu fördern, um eine möglichst selbständige und selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen und hierfür die Eigenverantwortung zu stärken.

Für die Rehabilitation stehen 30 stationäre Plätze zur Verfügung. Die dezentrale Struktur mit vier Standorten bietet differenzierte Möglichkeiten, individuelle Wohnformen zu erproben.

Seit 1984 sind wir Teil des sozialpsychiatrischen Verbundsystems innerhalb der Kaiserswerther Diakonie sowie in der Region.

Aufnahme

Wir arbeiten vorwiegend mit jungen Erwachsenen, die zum Beispiel an einer Psychose, einer Depression oder einer Persönlichkeitsstörung erkrankt sind.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin zu einem Informationsgespräch. Sollten Sie körperliche Einschränkungen haben, klären wir gerne mit Ihnen, ob eine Aufnahme trotzdem möglich ist.

Im Rahmen des Aufnahmeverfahrens bieten wir Ihnen auch die Möglichkeit, bei uns zu hospitieren.

Berufliche Rehabilitation

In der Eingangsphase stellen wir mit Ihnen gemeinsam aus unseren Modulen ein Programm für die berufliche Rehabilitation zusammen. Wir richten uns dabei nach Ihren persönlichen Interessen und Ressourcen.

  • In der Ergotherapie stehen beschäftigungstherapeutische Angebote zur Verfügung. Hier können Sie Grundarbeitsfähigkeiten trainieren.
  • In der Hauswirtschaftsgruppe lernen Sie, sich selbst zu versorgen und später Ihre Wohnung in Ordnung zu halten.
  • Unter arbeitstherapeutischer Anleitung können Sie innerhalb und außerhalb der Kaiserswerther Diakonie die eigene Belastungs- und Arbeitsfähigkeit erproben und steigern.

Auch das Nachholen eines Schulabschlusses oder die Teilnahme an verschiedenen Maßnahmen, zum Beispiel der Bundesagentur für Arbeit, sind im Rahmen der Rehabilitation möglich.

Medizinische Rehabilitation

Grundvoraussetzung für den Aufenthalt in der Übergangseinrichtung ist eine regelmäßige ambulante psychiatrische Behandlung.

Die medizinische Betreuung wird in Kooperation mit der Institutsambulanz der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Florence-Nightingale-Krankenhauses der Kaiserswerther Diakonie sowie über niedergelassene Psychiater abgedeckt.

Orientiert am individuellen Hilfebedarf bieten wir Hilfe in Einzel- und themenzentrierten Gruppengesprächen an.

Soziale Rehabilitation

Jedem Rehabilitanden steht für die gesamte Rehabilitationsdauer eine Bezugsperson zur Seite. Die Bezugspersonen arbeiten nach den Prinzipien des Fallmanagements. Das Rehabilitationsprogramm ist an den jeweiligen Fähigkeiten und Ressourcen der Bewohner orientiert. Handlungsleitend sind die im individuellen Hilfeplan erarbeiteten Ziele. Die Bezugsperson begleitet den Rehabilitationsverlauf, unterstützt bei der Umsetzung der individuellen Rehabilitationsplanung und hilft bei der Durchführung einzelner Rehabilitationsschritte.

Team

Die Mitarbeiter der Einrichtung bilden ein multiprofessionelles Team von sozialpädagogischen, medizinischen, ergotherapeutischen und hauswirtschaftlichen Fachkräften. Sie nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil und verfügen zum Teil auch über qualifizierte Zusatzausbildungen. Die ärztliche Verantwortung wird von einer Fachärztin für Psychiatrie übernommen.

Qualitätsmanagement

Die Einrichtung ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008 und dem Diakoniesiegel Rehabilitation.

Kostenübernahme

Für die Rehabilitationseinrichtung Altes Pastorat besteht eine Leistungs- und Prüfungsvereinbarung mit dem Landschaftsverband Rheinland nach §§ 75 ff. SGB XII.

Kostenträger der Rehabilitation in unserer Einrichtung sind neben dem Landschaftsverband Rheinland auch die gesetzlichen Rentenversicherer sowie Jugendämter.

Die rechtlichen Grundlagen für eine Rehabilitation in unserer Einrichtung bilden

  • die §§ 53ff. SGB XII (Landschaftsverband Rheinland)
  • die §§  26ff. SGB IX i.V.m. §15 und §16 SGB VI (gesetzliche Rentenversicherungen)
  • der § 35a i.V.m. § 41 SGB VIII (Jugendämter).

Gerne besprechen wir gemeinsam mit Ihnen Fragen zur Kostenübernahme und helfen Ihnen bei der Antragstellung.