Zuverdienstarbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen

Die UN-Behindertenrechtskonvention schreibt das Recht aller Menschen auf Teilhabe am Arbeitsleben fest.

Dabei geht es primär um die Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt. Doch nicht alle Menschen mit Behinderung sind den Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes gewachsen oder in der Lage, dort in Voll- oder Teilzeit tätig zu sein. Als überörtlicher Träger der Sozialhilfe fördert der Landschaftsverband Rheinland im Rahmen eines Modellprojektes die stundenweise Beschäftigung bei Arbeitgebern des allgemeinen Arbeitsmarktes auf sogenannten Zuverdienstarbeitsplätzen.

Die Kaiserswerther Diakonie nimmt am Modellprojekt des Landschaftsverbands Rheinland teil und bietet in verschiedenen Arbeitsbereichen Zuverdienstarbeitsplätze an.

Welche Personen können an dem Modell teilnehmen?

Zielgruppe des Modells sind Menschen mit einer wesentlichen Behinderung. Dies sind Menschen, die aufgrund einer nicht nur vorübergehenden Gesundheitsbeeinträchtigung so stark eingeschränkt sind, dass sie nicht am Arbeitsleben teilnehmen können. Sie stehen dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht oder noch nicht zur Verfügung und arbeiten in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder in vergleichbaren Einrichtungen. Vor allem, wenn aufgrund der Behinderung starke psychosoziale Probleme auftreten, die soziale Isolation droht oder eine Tagesstruktur fehlt, kann eine Beschäftigung auf einem Zuverdienstarbeitsplatz diese Menschen stabilisieren. Das Angebot der stundenweisen Beschäftigung richtet sich daher ganz besonders an psychisch behinderte Menschen.