Systemische Beratung und Begleitung von Schwerstkranken und Zugehörigen

Schwere Erkrankung und das Sterben eines Mitglieds der Familie stellt hohe Anforderungen an das ganze System Familie und allen wichtigen Zugehörigen. Alle Betroffenen bedürfen einer wertschätzenden Begleitung, welche die Wünsche und Bedürfnisse jedes Einzelnen wahrzunehmen vermag. Trauer, Hoffnung und Verzweiflung sowohl auf Seiten des Sterbenden als auch auf Seiten der Zugehörigen müssen angesprochen werden. Trotz allen guten Willens und Bemühens treten Konflikte und Missverständnisse zwischen den Schwerstkranken und seinen Zugehörigen und auch zwischen den Zugehörigen selbst auf. Beratung und Begleitung dieser Menschen erfordert auch die Fähigkeit eines Umgangs mit Ambivalenzen und inneren Konflikten sowie mit herausfordernden kommunikativen Situationen im Kontext der Begleitung und Versorgung sterbender und trauernder Menschen. Der systemische Beratungsansatz eignet sich in diesem Feld besonders durch seine Konzepte der Wertschätzung und Ressourssenorientierung, Achtung vor der Autonomie des Anderen und unterschiedlicher Sichtweisen, Allparteilichkeit, Kontextorientierung, Zirkularität menschlichen Verhaltens sowie Techniken lösungsorientierter Gesprächsführung.