Systemische Beratung (DGSF)

Die systemische Beratung, die systemische Psychotherapie und die systemische Supervision bauen auf modernen Konzepten systemtheoretischer Wissenschaft auf, die mittlerweile Eingang in alle Disziplinen der Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften gefunden haben. Sie ermöglichen es, komplexe Phänomene, die menschliches Leben und Zusammenleben charakterisieren, komplexitätsgerecht aufzufassen und eine passende Methodik zu ihrer Behandlung zu entwickeln. Systemische Beratung hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur im psychosozialen Bereich bewährt und durchgesetzt, sondern ebenso in (Dienstleistungs-) Unternehmen, im Sozialmanagement, in Verwaltung und in der Politik.

Systemische Beratung dient der Klärung, Neuorientierung, Verbesserung oder Lösung von schwierigen Lebenssituationen, wichtigen Fragestellungen, akuten Problemen oder Veränderungsabsichten. Häufig geht es um die Entwicklung neuer Perspektiven, um die Realität aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können. Dies wird in der systemischen Beratung nicht durch Vorschriften oder Vorgaben erreicht, sondern durch die beraterische Arbeit mit der Selbstorganisation einer Person bzw. einer Familie oder einer Gruppe. Systemische Beratung entscheidet nicht über richtig oder falsch, gut oder schlecht, sondern orientiert sich immer an den Absichten und Kontextbedingungen des Klientensystems.