Jahresbericht 2018 - Wir sagen Danke!

Allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung unserer Arbeit! Es sind große und kleine Spenden, die zu der großartigen Spendensumme von 1.401.322 Euro geführt haben.

Hier stellen wir Ihnen drei Projekte vor, die wir – neben vielen anderen – im Jahr 2018 dank unserer Freunde und Förderer umsetzen konnten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Babylotsen - für einen guten Start ins Leben

In den allermeisten Fällen ist eine Geburt ein Grund zur Freude. Aber es gibt Lebensumstände, die eine Vorfreude auf das Kind kaum zulassen. Das können Geldsorgen, Krankheit von Eltern oder Kind oder familiäre Probleme sein. Genau hier kommen die Babylotsen des Florence-Nightingale-Krankenhauses zum Einsatz. Die Hebammen mit jahrelanger Berufserfahrung haben einen Blick für problematische Familiensituationen – und das Knowhow, um einen Lösungsweg zu finden. Manchmal, berichten die Babylotsinnen, reiche schon die Beantragung einer Haushaltshilfe zur Entlastung. Manchmal gibt es aber auch schwerwiegendere Konflikte, die eine Vermittlung zur Elternberatung, in Familienzentren oder psychiatrische Einrichtungen notwendig machen. All diese Maßnahmen können verhindern, dass sich Schieflagen verfestigen und das Familienleben mit großen Belastungen startet.

Auf eigenen Beinen

Obwohl sie solche Verletzungen schon ein paar Mal gesehen haben, ist es für die Chirurgen des Florence-Nightingale-Krankenhauses jedes Mal wieder ein erschütternder Anblick: die schwer verbrannten Kinder aus Afghanistan.

Malika* war eins von ihnen. Als sie vor zwei Jahren nach Deutschland kam, konnte sie sich nur robbend fortbewegen oder musste sich tragen lassen. Beide Beine waren vernarbt und verdreht, ein Fuß kaum noch als solcher zu erkennen. Malika hatte sich an der offenen Feuerstelle ihres Hüttendorfes in Afghanistan schwer verbrannt. Für einen Laien kaum vorstellbar, dass Malika jemals wieder auf eigenen Beinen stehen könnte – für Dr. Daniel Frank, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, und Prof. Dr. Jutta Liebau, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Ärztliche Direktorin, schon. Und sie haben Recht behalten: In diesem Februar konnte Malika zurück in ihre Heimat – und ihrem Vater aufrecht entgegenlaufen!

* Name wurde zum Schutz des Kindes geändert

Singen tut der Seele gut

Der Erfolg des ersten Mals verlangte unbedingt nach einer Fortsetzung, und die bekannte Musikerin Frau Höpker ist dem gern nachgekommen: Im September lud sie Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und alle, die sonst noch Lust hatten, zum Gesang. Auch dieses Mal war der Saal im Hotel MutterHaus voll besetzt, und auch dieses Mal musste Frau Höpker gar nicht lange bitten: Evergreens, Volkslieder, alte Schlager, alles wurde voller Begeisterung wiederentdeckt und mitgesungen. Das ist eben das Wunderbare an der Musik: Menschen mit Demenz können vergessen, wo sie sind, welche Jahreszeit gerade ist oder wie das große schwarze Musikinstrument da vorne auf der Bühne heißt, aber an die Melodien von früher können sich fast alle noch erinnern. Für viele der demenzkranken Besucher war das Konzert deshalb nicht nur eine schöne Unterhaltung, sondern ein Erfolgserlebnis in ihrem Alltag!

Spendenvolumen 2018 in Euro - Zuwendungen an die Kaiserswerther Diakonie (Förderstiftung und Verein)

Geldspenden1.046.163
Vermächtnisse und Erbschaften350.759
Geldauflagen (Bußgelder)   4.400
Gesamt1.401.322