Jahresbericht 2017 - Wir sagen Danke!

Allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung unserer Arbeit! Es sind große und kleine Spenden, die zu der großartigen Spendensumme von 1.689.227 Euro geführt haben.

Damit Sie wissen, was aus Ihren Spenden geworden ist, möchten wir Ihnen an dieser Stelle drei Projekte vorstellen, die wir – neben vielen anderen – im letzten Jahr umsetzen konnten.

Ihre Hilfe kommt an

Hier stellen wir Ihnen drei Projekte vor, die wir – neben vielen anderen – im Jahr 2017 dank unserer Freunde und Förderer umsetzen konnten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Maryam kann wieder laufen

Wer gesehen hat, wie Maryam 2016 nach Deutschland kam, konnte sich kaum vorstellen, dass das 5-jährige Mädchen jemals wieder auf ihren Füßen stehen würde. Das gesamte linke Bein war vernarbt, verdreht, der Fuß kaum noch als solcher zu erkennen. Maryam hatte sich an der offenen Feuerstelle ihres Hüttendorfes in Afghanistan schwer verbrannt. Die Vernarbungen zogen so sehr am Fuß, dass Knochen und Sehnen einfach nicht mehr gewachsen waren. Für Dr. Daniel Frank, Experte für Fußchirurgie am Florence-Nightingale-Krankenhaus, kein Grund zur Resignation. Gemeinsam mit dem Team der plastischen Chirurgie löste er Narben, verschob Gewebe, verpflanzte Hautpartien, verlängerte Sehnen, fixierte Gelenke mit Draht und machte aus dem Fuß wieder einen Fuß. Heute trägt Maryam zwar noch eine Schiene, aber sie kann laufen – und Schuhe tragen! Maryam steht mit Ihrer Hilfe wieder auf eigenen Füßen.

Es ist bunt und steht vor deiner Haustür – das mobile Jugendzentrum im neuen Outfit

Der Name ist geblieben, denn der trifft es auf den Punkt: OFFROAD – das ist das Jugendzentrum der Kaiserswerther Diakonie, das Kinder und Jugendliche von der Straße holt und dabei Wege abseits der Piste geht: Mit einem umfunktionierten Campingwagen fahren die Mitarbeiter in Stadtteile, in denen es für Heranwachsende nur wenige Freizeitangebote gibt und wo sie sonst vor Langeweile vielleicht auf dumme Gedanken kommen könnten. Das OFFROAD-Fahrzeug ist eine wahre Fundgrube, mit In- und Outdoorspielen, Material für kreatives Gestalten, Medienangeboten – und Pädagogen, die immer ein offenes Ohr haben. Seit 2009 gibt es dieses Konzept, aber der alte Linienbus aus den Anfängen war in die Jahre gekommen, und es war nur noch eine Frage der Zeit, wann die Jugendlichen vergeblich an der Straßenecke auf ihn warten würden. Doch soweit ist es nicht gekommen. Im Juli 2017 hieß es „We proudly present“: ein nagelneuer Transporter samt Anhänger, auf dem Mutterhauskirche und Rheinturm im Graffiti-Look erkennbar sind. Zu den vielen kleineren Einzelspenden haben der Lions Club Düsseldorf-Hofgarten, die Ilselore-Luckow-Stiftung und die COFRA Foundation in Düsseldorf eine großzügige Summe dazugegeben, Jugendamt und Bezirkspolitiker haben ebenfalls ihren Teil beigetragen. Und alle zusammen haben so dafür gesorgt, dass es auch in Zukunft ein Jugendzentrum gibt, das bunt und off-road zu den Jugendlichen kommt.

Singen tut der Seele gut

Es war ein kleines Wagnis, das Elke Helfen da eingegangen war. Sie leitet das Café Isolde, eine Einrichtung der Kaiserswerther Diakonie, die demenzkranke Menschen und ihre pflegenden Angehörigen mit Betreuungs- und Gesprächsangeboten unterstützt. Und nun hatte Frau Helfen sich etwas ganz Besonderes für sie ausgedacht: Sie hatte mithilfe einer Spende von Dr. Michael  Pfingsten Frau Höpker gebucht - die Musikerin, deren Mitsingkonzerte inzwischen Kult sind, und die locker sehr große Säle mit sangesfreudigen Menschen aller Couleur füllt. Diesmal allerdings war es auch für Frau Höpker eine neue Herausforderung, denn ihr Publikum würde zu einem großen Teil aus Menschen bestehen, die keine räumliche Orientierung haben, die nicht mehr wissen, wie das große schwarze Ding da auf der Bühne heißt oder wer da neben ihnen sitzt. Würde trotzdem auch hier, wie gewohnt, der Funke überspringen? Die Sorge stellte sich als unbegründet heraus. Der ganze Saal im Hotel Mutterhaus hat mitgesungen, alte Volkslieder, Schlager und Evergreens. Gedichte und Lieder, so Elke Helfen, haben ihren Platz im Langzeitgedächtnis und gehen als Allerletztes verloren. Für viele der demenzkranken Besucher war das Konzert deshalb nicht nur eine schöne Unterhaltung, sondern ein Erfolgserlebnis in ihrem Alltag: Sie konnten sich erinnern, sie konnten wie früher singen, sie konnten wie alle anderen mitmachen. Diese wertvolle Erfahrung ist durch Ihre Spende möglich geworden.

Spendenvolumen 2017 in Euro - Zuwendungen an die Kaiserswerther Diakonie (Förderstiftung und Verein)

Geldspenden975.486
Vermächtnisse und Erbschaften700.801
Geldauflagen (Bußgelder)   12.940
Gesamt1.689.227