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| Unsere Arbeitsbereiche | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Diakonie und Kultur |
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Netzwerk Diakonische Frauenforschung Schwestern, Mitarbeiterinnen der Diakonie und Wissenschaftlerinnen verschiedener Fakultäten haben im Sommer 1999 das Netzwerk diakonische Frauenforschung gegründet. Der Ort der Gründung, die Kaiserswerther Diakonie, eignet sich auf besondere Weise als Standort: Hier nimmt die Mutterhausdiakonie 1836 ihren Anfang, hier erhalten Frauen erstmals eine qualifizierende Ausbildung, hier entstehen Frauenberufe und unverheiratete Frauen können sich mit verheirateten vergleichen. Die Mutterhausdiakonie selbst spielt bei der Ausbreitung des diakonischen Gedankens im 19. und 20. Jahrhundert eine entscheidende Rolle. Ohne sie wäre das große Wachstum der diakonischen Arbeitsfelder und des diakonischen Handelns nicht möglich gewesen. Zurzeit entsteht hier ein Zentrum zur Erforschung der Frauendiakonie mit einem Museum zur Geschichte des Helfens. Kern des zukünftigen Kulturzentrums sind die einmalige Sammlung der Fachbibliothek für Frauendiakonie, das Fliednerarchiv und die weiteren Archive der Kaiserswerther Diakonie und des Kaiserswerther Verbandes. Die Fachbibliothek ist ein unerschöpflicher Fundus für Frauen-, Pflege- und Diakonieforschung. Mit Hilfe der Sammlung entstanden in den vergangenen Jahren mehr als 30 Diplomarbeiten, Magisterarbeiten und Dissertationen. Zurzeit wird an rund 15 Forschungsprojekten verschiedener Fachbereiche gearbeitet, unter anderem an dem Oral History Projekt „Kollektive Identität Kaiserswerther Diakonissen im 20. Jahrhundert“. Eine weitere Frucht des Netzwerkes diakonische Frauenforschung ist die Idee zu einer Fachtagung „Diakonische Frauenforschung“. Eine erste Konferenz hat am 24. und 25. November 2000 stattgefunden, die zweite am 15. und 16. November 2002. Dokumentationen der Konferenzen können bei der Fliedner-Kulturstiftung Kaiserswerth bestellt werden. (Tagungsdokumentationen) Die Begriffe Frauenberufe und Professionalisierung sind eng mit der Geschichte und der Entwicklung der Kaiserswerther Diakonie verbunden. Sie werden die Zukunft und ihre Gestaltung wesentlich mitbestimmen. Denn Fragen, die aus Professionalisierung, Emanzipation, Beziehung zu den Hilfsbedürftigen, Marktfähigkeit diakonischen Handelns, angemessene Tarifen für die Pflegeberufe und dem Status der diakonischen Berufe in der Gesellschaft entstehen, werden Entscheidungen diakonischer Einrichtungen beeinflussen. Das Netzwerk diakonische Frauenforschung widmet sich diesen Fragen, gibt Raum zur ihrer Diskussion und interdisziplinärer Bearbeitung. |
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