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20.09.2017

Singende Begeisterung

Volles Haus beim Mitsingkonzert für "Menschen mit und ohne Demenz". (Foto: Frank Elschner)

Düsseldorf, 20. September 2017. Ausverkauft! – hieß es zur Veranstaltung „Frau Höpker bittet zum Gesang – Singen macht glücklich“, zu dem die Altenhilfe der Kaiserswerther Diakonie am Sonntagnachmittag ins Hotel MutterHaus eingeladen hatte. Die engagierte Künstlerin hatte zuvor noch nie eines ihrer bekannten Mitsingkonzerte speziell für „Menschen mit und ohne Demenz“ gegeben. Das Echo war überwältigend, die Begeisterung der Zuschauer groß.

„Alle, die nach 1990 geboren sind, kriegen heute Nachmittag ganz viel neue Musik auf ihre Festplatte,“ hatte die ausgebildete Musikerin und Sängerin gewarnt. Und tatsächlich: Lieder wie „Über den Wolken“ oder „Ich war noch niemals in New York“ waren schon fast die aktuellsten, zu denen das Publikum begeistert mitsang und schunkelte. Auch „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ oder „Oh, Du wunderschöner deutscher Rhein“ wurden mit hinreißender Begeisterung und textsicher angestimmt. Die alten Schlager, Volkslieder und Evergreens rissen alle mit und der Applaus wurde nach jedem Stück stärker.

„Sie haben uns alle im Herzen getroffen“, dankte Claudia Witte, Bereichsleiterin der Altenhilfe der Kaiserswerther Diakonie, vor der letzten Zugabe. Ein besonderer Dank galt Herrn Dr. Michael Pfingsten, der als pflegender Angehöriger zugleich auch Förderer des Demenzangebots „Café Isolde“ ist: „Besonders am Herzen liegt mir die Versorgung von Demenzerkrankten im medizinischen Bereich. Arzt- oder Krankenhausbesuche sind schon allein aufgrund der langen Wartezeiten, selbst wenn vorher ein fester Termin vereinbart wurde, fast unerträglich und den Betroffenen und den begleitenden Betreuern eine Qual."

Rührende Begegnungen und Erlebnisse ließen das Konzert auch für Frau Höpker zu einem besonderen Erlebnis werden. „Das war so schön!“, strahlte sie am Ende des Nachmittags und ließ die Veranstaltung mit dem Organisationsteam und den vielen freiwilligen Helfern Revue passieren. Dabei schwenkt sie eine Papiertüte voller Kastanien, die ein Demenzerkrankter nach dem Konzert für sie gesammelt hat, „weil Sie so schön singen!“. Wie soll man da nicht beschwingt und gut gelaunt aus dem Saal gehen?

Wie die Besucher das besondere Erlebnis bei dem Mitsingkonzert für Menschen mit und ohne Demenz erlebt haben, lesen Sie in einem Bericht der EKIR.de.