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Klinik für Plastische Chirurgie: Ästhetische Chirurgie |
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Migräne, Botox und eine plastisch chirurgische Lösung!
Migräne ist ein sehr komplexes Krankheitsbild. Migräneanfälle treten gehäuft zwischen Pubertät und dem 50sten Lebensjahr auf. Ungefähr 18% der Bevölkerung leidet an Migräne. Dabei ist jede fünfte Frau und jeder fünfzehnte Mann in Deutschland betroffen. Man unterscheidet vier Phasen bei einem Migräneanfall. Die Prodromalphase tritt Stunden bis Tage vor der Attacke auf. Unterschiedlichste Symptome können wahrgenommen werden (Abgeschlagenheit, Reizbarkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Heißhunger, erschwerte Sprache, Ödeme, gehobene oder gedrückte Stimmung). Eine Aura (10% - 20% der Patienten) entwickelt sich in nur kurzer Zeit und kann zwischen 15 bis 20 Minuten andauern. Sie ist die Folge einer Funktionsstörung in bestimmten Gehirnabschnitten. Die häufigsten Symptome sind Flimmern vor den Augen und andere Lichterscheinungen, Sehstörungen, Gefühlsstörungen und Sprachstörungen. Der Migränekopfschmerz tritt in der Regel einseitig auf, kann sich aber auf die zweite Kopfhälfte ausdehnen. Hervorzuheben ist der pochende, klopfende bzw. pulsierende Charakter. Begleiterscheinungen können Übelkeit, Erbrechen, Licht -und Lärmüberempfindlichkeit sein. Die Ursachen ist jedoch ungeklärt. Die aktuell akzeptierteste Theorie nimmt Hormonschwankungen (Serotonin) im Gehirn an. Zumeist spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Die Reizung sogenannter Triggerpunkte können jedoch die Anfälle auslösen. Bei der Therapie bleibt der Einsatz der zur Verfügung stehenden herkömmlichen Medikamente bei etwa einem Drittel der Patienten erfolglos. Ein neuer Therapieansatz: Mimische Muskel können Falten verursachen. Botulinumtoxin blockiert das Signal der Nerven zum Muskel. Es kommt zu einer zeitlich begrenzten Lähmung des behandelten Muskels. Durch die Lähmung des jeweiligen Muskels lassen sich Falten aufheben oder zumindest reduzieren. Bei der Faltenbehandlung der Stirn mit Botox oder Dysport (Botulinumtoxin) ergab sich zufällig ein interessanter Nebeneffekt und damit neuer Therapieansatz. Migränepatienten berichteten über eine Besserung ihrer Beschwerden. Ein großer Teil der Patienten scheinen die Anfälle über die Stimulation der Triggerpunkte zu bekommen. Dabei kann der sogenannte Corrugatormuskel von Bedeutung sein. Dieser Muskel dient ausschließlich der Mimik und verursacht die Zornesfalten über der Nase zwischen den Augenbrauen. Durch verstärkte Aktivität drückt er auf einen in der Tiefe laufenden Nerven, welche die Anfälle auslösen kann. Durch Lähmung des Muskels kommt es zur Entlastung des Nerven und damit des Triggerpunktes. Wird der Muskel entgültig entfernt so kommt es zur entgültigen und damit nachhaltigen Entlastung des betroffenen Nerven. Indikation: Vor der Behandlung muss Ihre Migräne von einem Neurologen diagnostiziert werden. Die Patienten werden mit einer Injektion von Botulinumtoxin überprüft. Kommt es zur einer Besserung oder Beschwerdefreiheit innerhalb der nächsten drei bis vier Monate so ist eine Operation erfolgsversprechend. Die Operation: Von einem Schnitt direkt in der Zornesfalte oder im Bereich der Oberlidern wird der "Zornesfaltenmuskel" (Corrugatormuskel) entfernt, was zu einer Dauerlösung des zugrunde liegenden Problems führen kann. Die Narben lassen sich nahezu unsichtbar verstecken. Als angenehmer Nebeneffekt kommt es zu einer Verbesserung des Erscheinungsbildes, da die Zornesfalten nicht mehr auftreten können. Nach der Operation: Durch die Botox-Injektion kann es zu einem vorübergehenden Brennen an der Einstichstelle kommen. Im Bereich der Augen kann es zu Schwellungen und Verfärbung der Lider kommen. Dieses kann bis zu 10 Tage anhalten. Möglicherweise kommt es zu einem vorübergehenden oder selten auch bleibendem Taubheitsgefühl im Bereich der mittigen Stirn. Diese Gefühlsminderung wird meist nur auf Testung bemerkt und führt sonst zu keiner weiteren Beeinträchtigung. Ein angenehmer Nebeneffekt der Operation ist das Verschwinden von Falten im Bereich zwischen den Augenbrauen. Erfolgsausichten: Über 80% der Patienten welche auf Botulinumtoxin ansprachen können durch eine Operation zum Teil oder ganz von den Anfällen befreit werden. Kostenübernahme durch den Versicherungsträger: Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten zur Zeit nicht, da es noch kein Bestandteil des Leistungskatalogs ist. |
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