Kaiserswerther Diakonie
Trennlinie
Unsere Arbeitsbereiche
Florence-Nightingale-Krankenhaus

Klinik für Plastische Chirurgie: Ästhetische Chirurgie

Kinnaugmentation

Indikation:

Eine ansprechende Form eines Gesichtes ist auch von den Proportionen und der Kontur abhängig. Zur Beurteilung der Proportionen kann man ein Gesicht in Drittel einteilen. Das untere beginnt unter der Nase und beinhaltet die Oberlippe, die Unterlippe und das Kinn.  Die Form des Kinns ist durch die Form des Unterkiefers und die Zahnstellung, sowie durch die Dicke der Weichteile bestimmt.
Chirurgische Korrekturen des Kinns beeinflussen immer das Gesicht als Ganzes und damit das Aussehen einer Person.

Verfahren:

Kinnvergrößerungen- bzw. korrekturen können durch Kinnverschiebeplastiken oder Anhebung und Verlagerung des abgesunkenen Kinnweichteilpolsters, sowie durch Einbringen von Implantaten aus alloplastischem Material erreicht werden. Das Kinn kann dabei in alle Richtungen des Raumes verändert werden.
Knorpel, der aus einer anderen Körperregion wie Rippen oder Ohren entfernt wird, kann beispielsweise zur Konturierung verwendet werden. Da man oft  sehr viel Material benötigt, entsteht ein Nachteil durch den Entnahmeeingriff und die zusätzliche Narbe. Deswegen haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Implantate aus nicht resorbierbaren Keramiken oder Silikon durchgesetzt. Als Zugangswege stehen zwei Alternativen zur Verfügung. Einmal über den Mundvorhof, also über eine unsichtbare Narbe oder über einen kleinen Schnitt unterhalb des Kinns. Nach Präparation der Implantattasche wird das Implantat eingebracht. Silikonimplantate werden bindegewebig umhüllt und im Gegensatz zu Keramikmaterialien nicht am Knochen fixiert und wachsen auch nicht mit dem Knochen zusammen.

Der Eingriff kann in Lokalanästhesie, Dämmerschlaf oder Vollnarkose durchgeführt werden.

Nachbehandlung:

Postoperativ wird eine Kinnbandage getragen. Ebenso soll für einige Tage auf eine eingeschränkte Mimik und reduziertes Sprechen geachtet werden. Breiige Kost wird unterstützend empfohlen. Bei einem Zugang über den Mundvorhof sollen regelmäßige Mundspülungen durchgeführt werden. Bis das Implantat nicht vollständig eingeheilt ist, besteht bei den Silikonprothesen die Gefahr der Dislokation (Verrutschen). Deswegen soll bis zu 6 Wochen nach der Operation auf körperliche Aktivitäten und Sport verzichtet werden.

Zurück zur Übersicht