Kaiserswerther Diakonie
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Florence-Nightingale-Krankenhaus

Klinik für Plastische Chirurgie:  Ästhetische Chirurgie

Fettsaugung

Die typischen Probleme

Hartnäckige, weder einer Reduktionsdiät noch gezielter Gymnastik zugängliche Fettpölsterchen kommen bei vielen Frauen und auch Männern vor. Sie können überall am Körper, vor allem aber direkt unter der Haut an den Oberarmen, im Gesichts- und Halsbereich, den Hüften, am Gesäß und Bauch oder im Bereich der Oberschenkel sitzen.
Allgemein bekannt ist das Frauen betreffende Phänomen der veranlagungsbedingten sog. „Reithosendeformität“ mit überschüssigen Fettablagerungen an Hüften und Oberschenkeln, meist in Verbindung mit unschönen Eindellungen der Oberhaut. Die überschüssigen Fettdepots unter der Haut können in manchen Fällen zu einer Verminderung der Hautdurchblutung führen, und bei massivem Auftreten sogar die Oberhaut derart dehnen, dass sich in den tieferen Hautschichten Dehnungsstreifen, wie Schwangerschaftsstreifen bilden, die nicht wieder rückgängig gemacht werden können.
Die unregelmäßigen Konturen z.B. der Hüften und Oberschenkel beim Reithosenbefund bzw. auch Polster an Wangen, Kinn und Hals können sehr störend sein, besonders bei Menschen, die im Übrigen mit ihrer Figur und Erscheinung zufrieden sind. Während sich die Polster am Körper noch durch geschickte Kleidung verbergen lassen, sind solche Fettgewebsfehlverteilungen im Bereich von Kinn und Hals häufig sehr auffällig und können eine an sich schlanke Person leicht etwas behäbig erscheinen lassen.

Was kann eine Fettsaugung ändern?

Eine straffe, von Natur aus gut in den Konturen definierte Figur ist selten. Viele Menschen machen daher Sport, achten auf ihr Gewicht und machen gegebenenfalls eine Diät zur Gewichtsabnahme. Dadurch verbessert sich die Haltung, der Körper wird straffer und elastischer.

Oft aber halten sich störende Polster, eben sog. Fettgewebsfehlverteilungen, von Unterhautfettgewebe, die weder durch Diät, gezieltes Training, noch äußere Maßnahmen wie Massagen beeinflussbar sind. Dies kann bei der im Übrigen schlanken Figur ein Wulst an den Hüften sein, oder vermehrtes Fett an den Oberschenkeln, o. Ä.
Genau hier kann nun eine gezielte, sorgfältige Absaugung des Unterhautfetts die Problematik verbessern bzw. beheben. Je schlanker jemand ist, je umschriebener die Fettpolster sind, desto schöner wird das Ergebnis der Fettsaugung (Aspirationslipektomie) sein.
Die Beschaffenheit der Haut vor dem Eingriff spielt dabei eine wichtige Rolle, da diese sich durch den Eingriff nicht wesentlich verändern kann. Die Haut sollte im Idealfall straff und elastisch sein, um sich im Anschluss an die Absaugung gut anlegen zu können. Die Aspirationslipektomie ist aber kein Ersatz für Gewichtsreduktion durch Diät und sportliches Training, sondern dient durch die örtlich begrenzte Entfernung hartnäckiger Fettpolster der verbesserten Konturierung und Proportionierung der Figur.

Ihre persönlichen Vorstellungen und Erwartungen

Für den Erfolg der Operation ist es wichtig, dass Sie Ihre Figur möglichst nüchtern betrachten und sich genau über die einzelnen Veränderungen klar werden, die Sie stören. Die operative Entfernung überschüssiger Fettdepots kann gezielt klar abgrenzbare Polster beheben. Sprechen Sie offen mit uns über Ihre Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen bezüglich der möglichen Veränderungen durch die Operation.
Die persönlichen Gründe für eine Aspirationslipektomie sind vielfältig. Für manche Berufe ist das Aussehen wichtiger als für andere. In jedem Fall jedoch sollte das persönliche Wohlbefinden im Vordergrund stehen. Eine Verbesserung der äußeren Erscheinung kann sich durchaus positiv auf das Berufs- und Privatleben auswirken. Diese Effekte dürfen dabei weder überbewertet noch unterschätzt werden. Die Fettsaugung ist keine Methode zur Gewichtsreduktion sondern zur Körperformung!

Welche Risiken hat eine Fettsaugung?

Im Allgemeinen sind Operationen zur Absaugung von Fettgewebe unter den entsprechenden Voraussetzungen mit einem besonders niedrigen Risiko behaftet. Bei einem operativen Eingriff sind jedoch Komplikationen nie vollständig auszuschließen und im Einzelfall nicht vorhersehbar. So sind beispielsweise das Ausmaß und die Dauer von Schwellungen und Blutergüssen, die nach jeder Operation zu erwarten sind, individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Sehr selten sind Infektionen des Wundgebietes, die aber bei geeigneter Behandlung das Ergebnis nicht unbedingt verschlechtern müssen. Ebenso selten sind Wundheilungsstörungen, wobei meist Faktoren eine Rolle spielen, die im Gespräch vor der Operation ausführlich behandelt werden, wie beispielsweise die verzögerte Heilung bei Zuckerkranken, Rauchern und Patienten mit Blutgerinnungsstörungen.
Vorübergehend kann eine Taubheit der Haut im Operationsgebiet auftreten, die durch Irritation feinster Hautnerven bedingt ist. Im Verlauf der Heilung kehrt im Allgemeinen die Sensibilität in vollem Umfang zurück.
Gelegentlich ist eine  Folgeeingriff zur Korrektur kleinerer Unregelmäßigkeiten notwendig. Diese sogenannten „Touch ups“ werden frühestens nach 6 Monaten in örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt.

Vor der Operation die Information!
Vor jeder Operation steht die umfassende Aufklärung durch den behandelnden Arzt. Es kann hilfreich sein, sich einige Fragen vorher zu notieren. Scheuen Sie sich nicht, alles zu fragen, was Sie interessiert. Fragen Sie auch ruhig, gegebenenfalls telefonisch, zu einem späteren Zeitpunkt oder bei einem weiteren Vorbesprechungstermin nach, wenn Probleme offen geblieben sind.
Die Einverständniserklärung ist ein Dokument, in dem Ihr Name und Geburtsdatum, die Art der Operation und alle angesprochenen möglichen Komplikationen festgehalten werden. Mit Ihrer Unterschrift wird gewährleistet, dass Sie die entsprechende Aufklärung erhalten haben und mit der Operation unter Kenntnis der Risiken einverstanden sind.

Wie bereite ich mich auf die Operation vor?
Bei der Entscheidung für eine Fettsaugung sollten Sie sich für die Zeit danach für ca. eine Woche von allen beruflichen und privaten Pflichten befreien. Wie lange Sie im Einzelfall benötigen, ist von der Art und dem Ausmaß des Eingriffs abhängig.

Bereits zwei Wochen vor der Operation sollten Sie die zu saugenden Körperareale mit einer hautstraffenden Lotion täglich vorbereiten. Das für Sie geeignete Produkt werden wir Ihnen bei Ihrem ersten Beratungsgespräch mitteilen. Vor dem Eingriff sollte ein Kompressionsmieder angepasst werden. Dieses wird Ihnen dann direkt nach Beendigung des Eingriffes im Operationssaal angelegt. 

Wo findet die Operation statt?
Eingriffe zur Liposuktion werden je nach Befund und im Einklang mit Ihren Wünschen stationär oder ambulant durchgeführt. Bei einer ambulanten Operation halten Sie zwar eine Ruhephase ein, dürfen dann aber nach Hause gehen. Keinesfalls dürfen Sie selbst Auto fahren. Sie können auch stationär einen oder mehrere Tage in einer Klinik betreut werden. Dies ist bei größeren Eingriffen sinnvoll oder auch bei Vorerkrankungen, die eine regelmäßige ärztliche Betreuung erfordern.

Was für eine Narkose wird angewandt?
Je nach Ausmaß der Operation wird die Fettsaugung in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf oder in Vollnarkose vorgenommen. Bei der örtlichen Betäubung erhalten Sie zuvor ein Beruhigungsmittel (entweder als Tablette oder als intravenöse Injektion in die Armvene), das Sie in eine Art Dämmerschlaf versetzt. Sie sind somit wach, aber entspannt und schmerzunempfindlich.
In jedem Fall, besonders aber wenn eine Vollnarkose geplant ist, werden Sie vor der Operation von einem Narkosearzt (Anästhesisten) untersucht, um Ihre Narkosefähigkeit zu klären. Natürlich ist der Anästhesist auch dann während der gesamten Operation dabei und steuert die Narkose.

Wie läuft die Operation ab?
Die Dauer der Operation ist abhängig vom Ausmaß und der Anzahl der Polster, die entfernt werden sollen. Auch die gewählte Narkoseform und die Operationstechnik ist für die Operationszeit von Bedeutung. Zum Beispiel dauert das Absaugen von Fett an Hüften und Oberschenkeln bei durchschnittlichem Befund etwa eine bis eineinhalb Stunden.
Den Verlauf der Operation dürfen Sie sich in groben Zügen wie folgt vorstellen:

  • Nach Desinfektion des Operationsgebietes und steriler Abdeckung werden an strategisch günstigen Stellen kleine Hauteinschnitte (Inzisionen) gesetzt. Dort wird eine dünne Kanüle eingeführt, um das Fettgewebe unterhalb der Haut abzusaugen. Meist sind mehrere Inzisionen notwendig, wobei diese an möglichst unauffälligen Stellen platziert werden. 
  • Die Kanüle wird durch das Fettgewebe vorgeschoben und dann zurückgezogen, um zunächst die Fettzellen zu lösen und dann abzusaugen. Der notwendige Sog wird z.B. durch eine Vakuumpumpe erzeugt. 
  • Zum Schluss werden die Hautschnitte vernäht und - je nach Ort der Operation - ein möglichst straff sitzender Verband angelegt, um der postoperativen Schwellung des Wundgebietes entgegenzuwirken. 
  • Mit den Fettzellen verliert der Körper auch Flüssigkeit, die bei Bedarf durch intravenöse Infusionen während und nach der Operation ersetzt wird. 

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