Kaiserswerther Diakonie
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Florence-Nightingale-Krankenhaus

Klinik für Plastische Chirurgie: Ästhetische Chirurgie

Brustverkleinerung (Mammareduktion)

Ist die Brust (Mamma) zu groß, spricht man von einer Makromastie (BH-Cup D und mehr), ist die Brust viel zu groß von einer Gigantomastie (BH-Cup F und mehr).
Die Verkleinerung der Brust wird Mammareduktion genannt. 

Symptome:

Eine zu große Brust kann Beschwerden bereiten. Typischerweise leidet die Patientin unter Rückenschmerzen, Verspannungen im Hals-Nackenbereich. Gelegentlich kommen Kopfschmerzen und Migräneattacken hinzu. Manche Patientinnen nehmen eine Schonhaltung mit Vorfall der Schultern und nach vorne gebeugter Haltung ein. Die verbreiterten Träger des BH´s schneiden in die Schulter ein und hinterlassen deformierende Furchen. Gerade im Sommer kann es zu wiederkehrenden Entzündungen im Bereich der Unterbrustfalte kommen. Die Zusammenfassung des Beschwerdebildes veranlasst die Mediziner, den Begriff des sogenannten "zu-große-Brust-Syndrom" einzuführen.
Die häufig gestellte Forderung nach Sport zur Reduzierung des Körpergewichts durch die Krankenkasse oder den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) bleibt aufgrund von Schmerzen im schwer nach unten ziehenden Drüsengewebe bei körperlicher Aktivität erfolglos. Zudem erzielen auch nur manche Frauen durch eine Gewichtsreduktion eine Verkleinerung der Brust, da diese nicht nur aus Fett sondern, abhängig vom Alter, vornehmlich aus Drüsengewebe bestehen kann.
Erfahrungsgemäß ist der Erfolg von Krankengymnastik, krankengymnastischer Anwendungen und sogar Kuren, wenn überhaupt, von kurzfristiger Natur, da es sich um eine rein symptomatische Therapie handelt ohne die Ursache der zu großen und manchmal auch falsch positionierten Brust zu berücksichtigen.
Auch eine psychische Belastung der Patientin kann  nachvollzogen werden, ist die betroffene Frau doch häufig den Blicken bis zu Hänseleien des Umfeldes ausgesetzt. Durch einen einzigen Eingriff läßt sich die Problematik kosteneffizient (geringere Therapiekosten bei kurzer stationärer Behandlung und kurzer Arbeitsunfähigkeit, keine weiteren Krankschreibungen, etc.) beheben.
 
Therapie:

Die Verkleinerung der Brust wird Mammareduktion genannt. Dabei wird überschüssiges Gewebe, Haut, Fett und Brustdrüse, entfernt. Gleichzeitig wird der Brust in eine neue, straffere Form gebracht, möglichst unter Erhalt des Gefühls und der Stillfähigkeit.
 
Verfahren:

Bei der Brustverkleinerung (Mammareduktion) wird das überschüssige Brustdrüsen- und Fettwebe entfernt. Das verbleibende Restgewebe wird  zu einem neuen Brusthügel geformt und die meist zu tief sitzende Brustwarze mit ihrem Vorhof in Größe und Position der neuen Brust angepaßt.
Es sind verschiedene Verfahren zur Brustverkleinerung (Mammareduktion) möglich:


 
1. Das " T-Verfahren " ist das klassische Verfahren der Brustverkleinerung (Mammareduktion). Die entsehende Narbe hat die Form eines Ankers oder eines auf dem Kopf stehenden Ts. Die Narbe in der Brustumschlagsfalte wird durch die darüber sitzende Brust gut versteckt. Die Narben am Brustpol und Brustwarzenhof werden üblicherweise unauffällig. Das T-Verfahren ist die Methode der Wahl, wenn viel Gewebe entfernt werden muss oder sich schon ein erschlaffter Hautmantel findet. 
 
 
2. Bei der " i - Reduktion " oder " i - Verfahren " entsteht eine Narbe um den Brustwarzenhof  herum und als Strich hinunter auf die untere Mitte der Brust. Die Narbe erinnert an ein " i ". Die sonst beim " T - Verfahren " in der Brustumschlagsfalte übliche Narbe kann vermieden werden. Nicht jede Patientin kommt für diese Methode der Mammareduktion (Brustverkleinerung) in Frage. Voraussetzung sind eine straffe Haut und eine nicht zu große Resektionsmenge (entferntes Gewebe bei der Brustverkleinerung).
 

3. In manchen Fällen kann die Brust, Fettgewebe und Brustdrüse, durch Saugung verkleinert werden. Ist dann noch eine Bruststraffung notwendig, kann dieses durch einen Schnitt, welcher in der Brustwarze versteckt wird, erfolgen. Die sonst üblichen Narben in der Brustunterfalte und am unteren Pol der Brust entstehen nicht.


Nachbehandlung:

Es sind nur wenige Tage Aufenthalt nach einer Brustverkleinerung in der Klinik notwendig. Im weiteren Verlauf wird ein Sport-BH zur Formung und Unterstützung der Brust für 6 Wochen getragen. Ein- bis zweimal täglich werden die Narben  mit einer fettenden Salbe behandelt. In den ersten Wochen sollte die Patientin zugunsten des Narbenbildes auf Sport und ausladende Bewegungen mit den Armen verzichten. Autofahren ist aber möglich.
Sollte es zu einer Verbreiterung der Narben kommen, bieten wir den Patientinnen sämtliche Möglichkeiten der korrigierenden Plastischen Chirurgie an.
 
Erfolgsaussicht:

Die Brustverkleinerung (Mammareduktion) ist das einziges Verfahren, welches die Ursachen der Beschwerden behandelt. 93% bis 98% der operierten Frauen geben eine Besserung oder völliges Verschwinden der vorher bestandenen Beschwerden an. Erfahrungsgemäß wird nach einer Brustverkleinerung ein erhöhtes Körpergewicht binnen weniger Monate normalisiert, und 60% mehr betreiben anschließend gerne Sport.
 
Krebsentstehung:

Weil bei der Brustverkleinerung immer auch Drüsengewebe entfernt wird, mindert sich das Krebsrisiko nach den internationalen Erfahrungen (s. Literatur) durchschnittlich um 28%.

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