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Klinik für Plastische Chirurgie: Ästhetische Chirurgie |
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Brustvergrößerung/Mammaaugmentation Die Form und Größe der Brust ist für viele Frauen ein wesentlicher Teilaspekt ihres Selbstbewusstseins. Manche Frauen leiden unter einer entweder genetisch bedingten oder nach dem Stillen oder im Rahmen einer Gewichtsabnahme entstandenen in Relationen zu ihrem Körperbild zu kleinen Brust. Dies führt zwar nicht zu körperlichen Problemen, der psychische Druck kann aber erheblich sein. Die Betroffene fühlt sich nicht als vollwertig und ist in ihrem persönlichen Umfeld und in ihrer Sexualität beeinträchtigt. Durch den Volumenausgleich kann auch bei einer schlaffen, hängenden Brust in der Regel ein gutes Ergebnis erreicht werden, da der Hautmantel bereits vorgedehnt ist. Manchmal ist zusätzlich für ein optimales Ergebnis eine Hautstraffung erforderlich. Bei asymmetrischen Brüsten ist die Brustaugmentation ein geeignetes Mittel zur Korrektur der Körperkontur. Es ist zu beachten, dass jedes Implantat bei genauer Untersuchung und bei einem dünnen Hautweichteilmantel, also bei besonders schlanken Patientinnen, tastbar sein kann. Welche Implantate gibt es? Alle handelsüblichen Implantate bestehen aus einer Hülle aus Silikon. Der Inhalt der Implantate kann variieren. So gibt es beispielsweise mit Kochsalzlösung gefüllte Silikon-Prothesen. Da allerdings auch die beste Silikonhülle teildurchlässig ist, beobachtet man hierbei nicht selten ein Schrumpfen der Prothese bis zu 10% pro Jahr durch den Flüssigkeitsaustritt. Von Hydrogelprothesen weiß man inzwischen, dass sie schnell zur Verhärtung neigen und ausgetauscht werden sollten. Soja-Öl Prothesen („Trilucent“) werden nicht mehr verwendet. Diese sind wegen eines erhöhten Krebsrisikos und starker Entzündungsreaktionen vom Markt genommen worden. Frauen, die diese Prothesen tragen wurden weltweit aufgefordert, sie ersetzen zu lassen. Titanbeschichtete Implantate werden auf Grund unzureichender Erfahrungen vorerst nicht angeboten. Ist Silikon schädlich: Silikon ist anders als oftmals propagiert für den Körper nicht schädlich. Eine krebsfördernde oder Rheuma auslösende Eigenschaft ist in keinem Fall nachgewiesen. Auch eine Schädigung des Immunsystems ist wissenschaftlich nicht belegt. Bei inzwischen über 1 Millionen Frauen wurde die Wirkung von Silikon auf den Organismus untersucht. Silikon ist damit einer der best untersuchtesten Stoffe in der Medizin. So nehmen wir alle beispielsweise Silikon auch über die Nahrung zu uns, ohne dass es einen nachgewiesenen negativen Einfluss auf die Gesundheit hat. Risiken der Brustvergrößerung: Brustvergrößerungen sollten zur Verringerung der Komplikationsrate durch einen qualifizierten Facharzt für Plastische Chirurgie durchgeführt werden. Trotzdem gibt es bei jeder Operation allgemeine und spezielle Komplikationen, über die die Patientinnen aufgeklärt werden müssen. Ein Problem nach einer Brustvergrößerung ist die sogenannte Kapselfibrose. Jeder Fremdkörper, der in den Körper eingebracht wird, wird vom Körper als solcher erkannt und von einer bindegewebigen Hülle umschlossen. Normalerweise ist diese Hülle zart und nicht tastbar. Manchmal kommt es erst nach Jahren zu einer Verhärtung und sogar Verkalkung dieser Kapsel, sodass sich das Implantat in der Kapsel verformt. Dieser Vorgang ist manchmal mit Schmerzen und ästhetischer Beeinträchtigung verbunden und wird als Kapselfibrose bezeichnet. Ist dies der Fall, sollte das Implantat gewechselt und die Kapsel entfernt werden. Durch die Verbesserung der Operationstechnik und des Prothesenmaterials tritt heute eine Kapselfibrose nur noch in ca. 1,7% der Fälle auf. Was ist vor der Operation zu bedenken: Sie sollten die Operation gesund antreten und sich körperlich fit fühlen. Schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein und hören Sie mit dem Rauchen auf. Zehn Tage vor der Operation sollten keine blutverdünnenden Medikamente wie z. B. Aspirin eingenommen werden. Planen Sie sieben bis zehn Tage ein, in denen Sie körperlich noch eingeschränkt sind. Sport sollte für sechs Wochen nach der Operation unterlassen werden. Wie verläuft die Operation: Üblicherweise ist ein kurzstationärer Aufenthalt vorgesehen (1 bis 4 Tage). Meist wird die Brustvergrößerung in Vollnarkose vorgenommen. Alternativ kann der Eingriff auch in einem sogenannten Dämmerschlaf in Verbindung mit einer Lokalanästhesie durchgeführt werden. Hierbei erhalten Sie zusätzlich zur örtlichen Betäubung Schlaf- und Beruhigungsmittel, sind aber während der gesamten Operation ansprechbar. Nachbehandlung: Nach der Operation wird ein BH mit einem Gurt angepasst. Der BH soll für sechs Wochen, der Gurt oberhalb der Brust für zwei Wochen Tag und Nacht getragen werden, um ein Verrutschen oder Verdrehen der Implantate zu verhindern. Ebenso soll die ersten zwei Wochen lang nicht auf dem Bauch geschlafen werden. Nach Ablauf der Wundheilung gibt es keinerlei körperliche Einschränkungen. Sport, Tauchen, Fliegen, Sauna, Mammographie, Massage... sind genauso wie vor der Operation möglich. Bei richtiger Indikationsstellung und realistischer Erwartungshaltung sind die meisten Frauen sehr zufrieden mit dem postoperativen Ergebnis und beginnen „ein neues Leben“. |
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