Kaiserswerther Diakonie
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Florence-Nightingale-Krankenhaus

Klinik für Plastische Chirurgie:  Ästhetische Chirurgie

Body-Lift

Symptome:

Durch Alter, schlechtes Bindegewebe, missglückte Fettabsaugungen aber hauptsächlich nach starker Gewichtsreduktion hat die Haut ihre Elastizität verloren. Es kann es zum Absinken des erschlafften Hautmantels kommen. Dabei kann der Bauch weit über denn Scham- oder Venushügel bis auf die Oberschenkel hängen. Der Po sowie die äußeren und inneren Oberschenkel sind möglicherweise ebenfalls abgesackt.

Häufig kommt es zu Entzündungen und Pilzbefall (Intertrigo) im Bereich der Hautfalten. Am Bauch und an den Oberschenkelinnenseiten wird durch direktes Reiben beim Gehen oder indirekt durch ungenügende Passform der Kleidungsstücke die Haut mechanisch irritiert („Wolf“).

Hinzu kommt ein starker psychischer Leidensdruck aufgrund des Erscheinungsbildes. Die hängenden Hautlappen lassen sich nur schwer verbergen so dass sportliche und gesellschaftliche Aktivitäten und Kontakte mehr und mehr gemieden werden.

Dabei hat gerade nach starker Gewichtsabnahme der Patient einen lange und leidvolle Gesichte hinter sich. Nicht selten wurde ein Abnehmprogramm in einem Adipositas-Zentrum oder sogar eine Operation mit Verkleinerung von Magen oder Darm durchlaufen. Der Plastische Chirurg bietet im Anschluss den Patienten die nötige Perspektive am Ende ihrer Wegstrecke, ihre leeren Hauthüllen effektvoll loszuwerden.

Die Krankenkassen weigern sich immer mehr die Kosten für diesen Eingriff zu genehmigen. Dieses Vorgehen ist nicht nachvollziehbar. Einerseits stellet der hängende Hautmantel durch hieraus resultierende Beschwerden selbst einen krankhaften Befund dar und andererseits können durch die Gewichtsreduktion Folgeerkrankungen des Übergewichtes wie Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Gelenkverschleiß, Gicht und Herzschwäche vermieden und damit auch Folgekosten für die Krankenkasse erheblichen gesenkt werden.

Therapie:

Der Texaner Ted Lockwood forschte Anfang der neunziger Jahre intensiv an Bindegewebsstrukturen. Er stellte fest, dass es mehrere Verwachsungszonen am Körper gibt, die äußerst stabil sind und die gelöst werden müssen, um bessere Verschiebungen von erschlafften Hautpartien zu ermöglichen. Dieses Systeme ist so stabil, dass die erforderliche Spannung, die zur Straffung der Haut notwendig ist, abfangen werden kann und somit zu einer besseren Hautqualität führt.

Mit dem so genannten Body-Lift lassen sich Problemzonen im Hüft-, Bauch- und Pobereich sowie an den Oberschenkelinnen- und -außenseiten erfolgreich beseitigen. Dieses Verfahren eignet sich besonders für Patienten, bei denen ein extremer Gewichtsverlust große Fettschürzen hinterlassen hat. Ähnlich wie beim Facelift wird hier das herabgesunkene Gewebe angehoben und gestrafft.

Die Schnittführung erfolgt in Höhe des Gürtels. Überstehendes Haut- und Fettgewebe wird entfernt und das herabgesunkene Gewebe wieder in die richtige Position gebracht. Auch die Innen- und Außenseiten der Oberschenkel werden nach Bedarf in das Operationskonzept bis in den Kniebereich mit einbezogen.

Verfahren:

Überschüssiges Haut- und Fettgewebe von Bauch, Oberschenkel und Po wird durch ein Body-Lift entfernt. Gleichzeitig wird durch Straffung des verbliebenen Gewebes eine Anhebung von Oberschenkel und Po sowie eine Abflachen des Bauches erreicht.

Die Schnittführung verläuft von der Leist und Innenseite der Oberschenkel steil bogenförmig über den Beckenkamm und zieht dann flach abwärts Richtung Pofalte. Eine Nabelversetzung ist häufig notwendig, so dass um den Nabel herum eine runde Narbe entsteht. Durch einen Verbindungsschnitt in Höhe des meist erschlafften Venushügels kann dieser mitgestrafft werden. Die resultierende Narbe kann im Bikini oder der Unterwäsche gut versteckt werden.

Der Eingriff kann in 4 - 5 Stunden durchgeführt werden.

Nachbehandlung:

Direkt nach der Operation ist eine eingeschränkte Bettruhe notwendig. Zumeist erscheint es sinnvoll einen Blasenkatheter zu empfehlen. Sie werden mehrer Drainagen haben welche später nach und nachentfernt werden. Dieses nicht schmerzhaft! Ein Monat vor dem Eingriff sollten bei dem Anästhesieteam unseres Hauses zwei bis drei Eigenblutkonserven gespendet werden. Diese können dann nach der Operation zurückgegeben werden was den Heilungsverlauf positiv beeinflussen kann.

Der stationäre Aufenthalt ist im Vergleich zur Gesamtliegedauer der bisherigen Einzelschritt-Operationen wie zum Beispiel Bauchdeckenstraffung, Oberschenkelstraffung und Gesäßstraffung kurz. Er liegt bei etwa ein bis zwei Wochen.

Die Rehabilitation dauert zwischen zwei und acht Wochen. Dabei können die Patienten in der Regel nach drei bis sechs Wochen wieder ihrem Beruf nachgehen. Bis Sport und andere bewegungsintensive Tätigkeiten ausgeübt werden können, sollten allerdings mindestens sechs bis acht Wochen seit dem Eingriff vergangen sein. Eine Miederhose sollte über diesen Zeitraum getragen werden. Möglicherweise sollte gleichzeitig eine ergänzende Lymphdrainagen durchgeführt werden.

Erfolgsaussicht:

Durch den Eingriff wird ein deutliche Verbesserung bzw. Normalisierung des Befundes erreicht. Sowohl die Hautqualität und dir Kontour werden positiv beinflußt. Auch bei maximaler Straffung ist die sogenannte „Modellfigur“ mit Erscheinungsbild einer jugendlichen unberührten Haut nicht möglich!

Direkt nach der Operation wird das Gewebe deutlich geschwollen sein. Diese Schwellung dauert erfahrungsgemäß mehrere Wochen. Die Beurteilung sollte deshalb erst nach drei bis sechs Monaten erfolgen.

Verbreiterten Narben, ein leicht asymmetrisches Ergebnisse und spätes Absacken können vorkommen und sind selbst bei sorgfältigster Operationstechnik nicht immer vermeidbar. Bei extremen Fällen können weitere Operationen erforderlich sein, bei denen Nachstraffungen oder lokale Fettabsaugungen durchgeführt werden müssen.

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