Kaiserswerther Diakonie
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Florence-Nightingale-Krankenhaus

Klinik für Plastische Chirurgie: Ästhetische Chirurgie

Anlagestörungen_Brust
Anlagestörungen der Brust

Polythelie - Polymastie - Amastie und Athelie - Anisomastie - Makro- und Mikromastie - Mastoptose

Anlagestörungen sind angeboren, können aber auch erst mit der Pubertät auftreten. Man kann die Anlagestörungen also einteilen in solche, die sich nach der Geburt, also in der Pubertät noch verändern, wie z.B. zusätzliche Brüste und andere, die dies nicht tun, wie zusätzliche Brustwarzen. Insgesamt sind diese Störungen jedoch selten.

Polythelie

Als Polythelie werden überzählige Brustwarzen bezeichnet. Diese treten entlang der so genannten Milchleiste auf. Die Milchleiste ist ein Überbleibsel aus der embryonalen Entwicklung. Man kann sie sich nun als imaginäre Linie vorstellen, die beidseitig von der Achselhöhle zu den großen Schamlippen der gleichen Seite zieht. Die überzähligen Brustwarzen sind angeborene Fehlbildungen, die meist einseitig auftreten. Sie haben keinen Krankheitswert, können aber aus kosmetischen Gründen entfernt werden. Sie sind also bei Geburt vorhanden und bleiben auch erhalten.

Polymastie

Unter einer Polymastie versteht man zusätzliche Brüste. Man nennt sie akzessorische Mammae. Sie treten, wie die überzähligen Brustwarzen, entlang der embryonalen Milchleiste auf. Auch die zusätzlichen Brüste unterliegen hormonbedingten Entwicklungen und Zyklen. Eine Sonderform der Polymastie ist die so genannte aberrierende Mamma. Dieser Ausdruck bezeichnet ebenfalls eine zusätzliche Brustdrüse, die sich in Richtung Achselhöhle verlagert entwickelt hat. Die zusätzlichen Brüste entwickeln sich wie die normalen Brüste in der Pubertät.

Amastie und Athelie

Ebenso wie zusätzliche Brüste oder Brustwarzen auftreten, können diese auch fehlen. Die fehlende Brust bezeichnet man als Amastie, die fehlende Brustwarze als Athelie. Wenn bereits bei Geburt die Brust nicht angelegt ist wird ein genetischer Defekt als Ursache angenommen. Die Amastie kann ein- und beidseitig auftreten.

Anisomastie

Unterschiede in der Größenentwicklung der beiden Brüste heißen Anisomastie. In der Pubertät entwickeln sich Brüste häufig nicht gleich schnell. Ein deutlicher Größenunterschied kann sich jedoch im Verlauf der Brustentwicklung noch etwas angleichen.

Makro- und Mikromastie

Als Makromastie bezeichnet man eine Größenzunahme der Brust über das altersentsprechende Maß hinaus. Die meisten Makromastien treten in der Pubertät auf, nur selten während der Geschlechtsreife oder in der Schwangerschaft.

Das genaue Gegenteil, nämlich eine zu kleine Brust heißt Mikromastie. Unter einer unzureichenden Brustentwicklung leiden meist junge Frauen. Dabei liegt entweder einfach vermindertes Brustdrüsengewebe vor, oder aber die Rezeptoren für die Hormone Östrogen und Progesteron sind in unzureichender Anzahl vorhanden. Auch ein Hormonmangel kann Ursache eine veränderte Brust sein.

Mastoptose

Als Ausdruck einer allgemeinen Bindegewebsschwäche können sowohl bei übergewichtigen, aber auch bei älteren Frauen Hängebrüste, eine so genannte Mastoptose auftreten.

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