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Organdiagnostik oder auch: erweiterte Diagnostik auf Organschäden oder Ausschluss Fehlbildungen im zweiten Trimenon.
Im Ultraschall kann man die körperliche Entwicklung des Feten beurteilen. Besonders gut eignet sich für eine gründliche Beurteilung die 21./22. Schwangerschaftswoche, weil zu diesem Zeitpunkt die Entwicklung der Organe überwiegend abgeschlossen ist und bereits viele Strukturen gut erkennbar sind. Gerade im Rahmen dieser Untersuchung werden sämtliche Organsysteme des Kindes beurteilt (Gehirnstrukturen, Herz, Lunge, Magen-Darmtrakt, Nieren und ableitende Harnwege, Geschlecht, Körperumriss, Arme und Beine), die Kindsbewegungen und Größe des Kindes, die Fruchtwassermenge und Lokalisation des Mutterkuchens. Sieht alles normal aus, ist mit einer völlig unauffälligen Entwicklung zu rechnen und kann für die schwangere Patientin zu mehr Sicherheit und Ruhe im weiteren Schwangerschaftsverlauf beitragen.
Die Familiengeschichte spielt eine große Rolle. Einige angeborene Krankheiten (zum Beispiel Muskellähmung, Stoffwechselstörungen, Fehlbildungen in der Familie, wie zum Beispiel Herzfehler und Nierenfehlbildungen etc.) können vererbt werden. Deswegen bringen Sie, wenn vorhanden, die Berichte zur auffälligen Familienanamnese mit oder geben Sie es beim ersten Gespräch an.
Werden unklare Befunde oder kleinere Auffälligkeiten festgestellt, die zwar keine Erkrankung an sich darstellen aber Zeichen für eine Erkrankung sein können, führt dies in der Regel zu Verunsicherung. In vielen Fällen ist es von Vorteil, eine mögliche Erkrankung oder Fehlbildung frühzeitig im Mutterleib zu sehen, um eine optimale Weiterbetreuung der Schwangerschaft und die Festlegung des Entbindungsortes, Entbindungsart zu ermöglichen.
Bedenken Sie bitte, dass kein Verfahren hundertprozentig sicher ist und alle Veränderungen erkennen kann. Dieses gilt auch für die Ultraschalluntersuchung.
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