Spezielle Operationstechniken
Die Operation
In den meisten Fällen stellt die Operation zentraler Bestandteil der Krebsbehandlung dar. Der Umfang die die Art des Eingriffes hängt von vielen Faktoren der Erkrankung und der Patientin ab. Es ist dabei immer abzuwägen, wie bei der gegeben Radikalität zur sicheren Tumorentfernung die Patientin möglichst schonend operiert werden kann.
Der Wächterlymphknoten

Neue Verfahren ermöglichen im Rahmen bestimmter Indikationen ein besonders Organ erhaltendes und somit Patienten schonendes operieren. Dazu zählt beispielsweise die Markierung des so genannten Wächter-Lymphknotens beim Vulvakarzinom.
Dazu werden vor der Operation sowohl eine radioaktive Substanz als auch ein Farbstoff in den Bereich des Tumors eingespritzt. Der Lymphknoten der als erstes Abfluss vom Tumor hat, speichert neben der radioaktiven Substanz auch den Farbstoff und ist somit für den Operateur sichtbar. Finden sich in diesem "Wächter-Lymphknoten" keine Tumorzellen, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass auch alle weiteren Lymphknoten nicht befallen sind und somit nicht entfernt werden müssen.
Endoskopische Tumorchirurgie
Über die so genannte Laparoskopie (Bauchspiegelung) kann bei bestimmten bösartigen Erkrankungen nicht nur die Gebärmutter endoskopisch entfernt werden, sondern ebenfalls, z. B. die Lymphknoten entlang der Beckengefäße und der Hauptschlagader oder das so genannte große Bauchnetz. Hierdurch lässt sich die Erholungsphase der Patientinnen nach der Operation wesentlich verkürzen.
Operationen bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen
Nicht alle Krebserkrankungen werden in frühen Stadien erkannt. In manchen Fällen wird die Diagnose erst gestellt, wenn auch andere Gewebe beteiligt sind, z.B. der Darm oder die Blase.
Zum Teil müssen auch große Teile des Bauchfells (Peritoneum) entfernt werden. Eine Operation ist in diesen Fällen besonders aufwändig. Neben der komplexen Entfernung des Tumors muss auch Organrekonstruktion geplant werden. Bei Darmentfernungen ist es den meisten Fällen möglich den Darm durch Naht wieder aneinander zu bringen. Wurde die Blase entfernt besteht in vielen Fällen die Möglichkeit eine künstliche Blase (Blasenpouch), die durch den Nabel mit einem Katheter entleert wird anzulegen.