Kaiserswerther Diakonie
Trennlinie
Unsere Arbeitsbereiche
Florence-Nightingale-Krankenhaus

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Eigenblutspende

Wenn eine größere Operation mit vermehrtem Blutverlust bei Ihnen geplant ist, wird der operierende Arzt Ihnen wahrscheinlich zu einer Eigenblutspende raten.
Rufen Sie uns dann bitte in der Anästhesieambulanz an und machen Sie einen Termin zu einem persönlichen Beratungsgespräch. Tel.: 0211/ 409-2601

Warum Eigenblut?

Wenn die Übertragung von Blutkonserven notwendig ist, gewährleisten Eigenblutpräparate die größtmögliche Sicherheit und Verträglichkeit.

Auch Fremdblutpräparate sind heute deutlich sicherer geworden, vor allem das Risiko eine Infektionskrankheit wie Gelbsucht oder AIDS zu bekommen ist sehr gering. Aber körperfremde Zellen oder Eiweißstoffe belasten häufig zusätzlich zum Operationsstress das Immunsystem, selten werden auch Antikörper gebildet. Eigenblutübertragungen können helfen die Belastung für Ihr Immunsystem zu senken und so zum Heilungsprozess beitragen.

Wer kann Eigenblut spenden?

Jeder Patient, der eine große geplante Operation vor sich hat. Es sollte noch ausreichend Zeit bis zum Operationstermin sein, etwa 4 - 6 Wochen. Das Alter spielt keine Rolle. Bei Vorerkrankungen beraten wir Sie. Allerdings müssen Sie über 50 kg wiegen und Sie dürfen keine Infekte haben, die eventuell Bakterien in die Blutbahn leiten.

Wie planen wir die Eigenblutspende?

Sie machen mit uns telefonisch einen ersten Termin aus. Ein Arzt unserer Klinik wird mit Ihnen über die Blutspende und über Ihre persönlichen Risiken sprechen. Dann nehmen wir Ihnen eine Blutprobe ab, um Ihre Spendefähigkeit zusätzlich zu überprüfen, und die gesetzlich vorgeschriebenen Werte, ob Sie schon einmal mit Gelbsucht- oder HIV-Viren in Kontakt gekommen sind. In der Regel machen wir dann mit Ihnen die Termine für 2 - 3 Blutspenden aus, jeweils ein Mal in der Woche. Rufen Sie uns vor dem ersten Spendetermin noch einmal an, ob Ihre Blutproben in Ordnung waren.

Kommen Sie am Spendetag möglichst in Begleitung, die Sie anschließend nach Hause fahren kann. Frühstücken Sie zu Hause, trinken Sie ausreichend und nehmen Sie Ihre Tabletten wie gewohnt ein. Rechnen Sie für einen Spendetermin ungefähr 45 Minuten ein. Wir versuchen die Wartezeiten möglichst kurz zu halten. Falls Sie ohne Begleitung kommen, müssen Sie nach der Spende zu Ihrer Sicherheit eine weitere Wartezeit von mindestens 1 Stunde einplanen.

Die Eigenblutspende ist im Allgemeinen gut verträglich. Während der Abnahme von  500 ml Blut  werden Sie entsprechend Ihres Gesundheitszustandes gut überwacht. Ein Arzt unserer Klinik und eine Schwester kümmern sich um Sie. Nach der Blutentnahme infundieren wir Ihnen  eine Kochsalzlösung, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Nach der Spende sollten Sie aber zusätzlich noch ausreichend trinken und sich an diesem Tag nicht zu viel vornehmen.

Die Blutkonserven werden von uns wie in den Spendeinstituten weiter verarbeitet. Wir trennen die roten Blutkörperchen (das Erythrozytenkonzentrat) von der Blutflüssigkeit ab (dem Blutplasma). Beide Präparate werden in speziellen Kühlgeräten gelagert. Die roten Blutkörperchen sind 7 Wochen haltbar, dann werden sie vernichtet. Eine Weitergabe an andere Patienten oder an andere Krankenhäuser darf nicht erfolgen, auch wenn Sie sich in einem anderen Haus operieren lassen.

Zur Qualität

Die Kontrolle unserer Blutspendeeinrichtung unterliegt, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist, den öffentlichen Behörden, die regelmäßig unsere Eigenblutspendeeinrichtung überprüfen. Interne und externe Untersuchungen gewährleisten die Qualität der Produkte zu Ihrer Sicherheit

zurück